15 März 2009

Luftkissen für Verpackungen aus Biokunststoff

PLA-Compound von FKuR für Storopack

Das Luftkissensystem Airplus von Storopack wird um eine Qualität aus Biokunststoff erweitert. Da sich die kompostierbare Folie für alle Gerätetypen der Serie eignet, ist eine große Bandbreite an Anwendungen erschlossen. Von der kleinen Versandstelle bis zum automatisierten Distributionszentrum, das Füll- und Polstermaterial kann im gesamten Leistungsbereich eingesetzt werden. Die Kompostierbarkeit von Airplus Bio Film ist nach der europäischen Norm DIN EN 13432 zertifiziert. Die Luftkissen sind daher mit dem Keimling-Logo gekennzeichnet und machen für den Empfänger sichtbar, dass sich das absendende Unternehmen für Nachhaltigkeit einsetzt.

0d76aa7960cf40b03f62ba95f5fd22c0_m.jpgZur Zeit stehen Luftkissen in den Formaten 200 x 200 mm und 200 x 100 mm zur Verfügung. Es ist geplant, weitere Varianten aus dem Portfolio der PE-Folien aufzunehmen. Der Grundstoff ist ein biologisch abbaubares Kunststoff-Compound auf Basis von Polymilchsäure (PLA) mit Copolyester. Er wurde von FKuR Kunststoff GmbH, Willich, in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut (Oberhausen) entwickelt.

Wie bei den Folien auf Basis von Polyethylen coextrudiert Storopack das Polymer bei der Verarbeitung, so dass ein dreischichtiger Aufbau entsteht. Im Vergleich zu mono-extrudierten Folien wird der Materialverbrauch dadurch reduziert, die Elastizität wird erhöht und die geringe Permeabilität sorgt dafür, dass die Luftfüllung nicht schwindet. Die Markteinführung findet zeitgleich in Europa und Nordamerika statt. Hergestellt wird der Airplus Bio Film an den Produktionsstandorten in Wildau (Deutschland) und Cincinnati (USA).

Storopack folgt einem Ansatz, wonach der Begriff Biokunststoff an zwei Merkmale geknüpft sein sollte. Erstens, das der Funktionalität – dass das Kunststoffprodukt kompostierbar ist. Und zweitens, das der Rohstoffbasis, dass es sich um ein Produkt auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen handelt. Beide Bedingungen sind bei Airplus Bio Film erfüllt. Für den Standort Nordamerika hat Storopack in den USA die Zertifizierung ASTM D6400 erhalten.

Insbesondere grenzt sich Storopack gegen Anbieter ab, die so genannte “oxo-abbaubare” Folien auf den Markt bringen und diese als “Bio”-Produkte etikettieren. In der Regel handelt es sich dabei um Kunststoff aus 100% Standard-Polyethylen (PE), dessen Rohstoff also Erdöl ist. Das PE ist mit Zusätzen versetzt, die den Abbau beschleunigen. Die Additive basieren auf Metallverbindungen. Nach Angabe von European Bioplastics (Berlin) sind einige dieser Zusatzstoffe nach EU-Recht als Gefahrstoffe zu klassifizieren. Nachgewiesen wurde z.B. Kobalt.

Source: OpenPR, Pressemitteilung der Storopack, 2009-03-13.

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