8 November 2018

Lösungsmittelfreie Bioklebstoffe

Die Forscher und Forscherinnen konnten die Polyesterpolyol-Komponente auf Basis nachwachsender Rohstoffe herstellen

Lösungsmittelfreie, wasserbasierte Polyurethan-Dispersionen (PUD) kommen als Klebstoffe in vielen Produkten, u.a. in den Bereichen Holz, Möbel, Schuhe und Automobil, zum Einsatz. Sie bestehen aus einer Urethan- und einer Polyesterpolyol-Komponente. Forschern und Forscherinnen der Covestro Deutschland AG, der Henkel AG & Co. KGaA sowie der Jowat SE ist es in einem vom BMEL-geförderten Verbundprojekt gelungen, einen PUD-Klebstoff mit einem biobasierten Anteil von über 50 Prozent zu entwickeln.

Die Forscher und Forscherinnen konnten die Polyesterpolyol-Komponente auf Basis nachwachsender Rohstoffe herstellen. Bernsteinsäure, Sebacinsäure, 1,3-Propandiol und 1,4-Butandiol eigenen sich als Monomere. Die so produzierten biobasieren PUD wiesen technische Kennwerte nahe am Marktstandard auf. „Einer kommerziellen Umsetzung stehen eigentlich nur noch die Rohstoffkosten im Wege. Sie sind bei den biobasierten Chemikalien aktuell noch höher als bei den fossilen Pendants. Mittelfristig können sich diese Preise jedoch angleichen“, erklärt Projektleiter Dr. Martin Melchiors von Covestro.

Alle im Projekt verwandten Biochemikalien lassen sich – zum Teil biotechnologisch aus heimischen, nachwachsenden Rohstoffen wie Lignozellulose, Stärke, Zucker und Pflanzenölen herstellen. Und die Bio-Kleber weisen einen um 25 % verringerten CO2-Fußabdruck auf als der herkömmlicher, fossil-basierter PUD.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Pressemitteilung, 2018-10-25.

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