7 November 2018

Lösbare Verbindungstechnik für WPC

Mit dem Werkstoff Wood Polymer Composites (WPC) wollen Forscher der TU Chemnitz neue technische Anwendungsbereiche erschließen

Wie der Name erahnen lässt, besteht WPC anteilig aus Holz und leistet durch den reduzierten Einsatz von Kunststoffen oder Stahl einen Beitrag zum Klimaschutz. Bisher kommt WPC vor allem bei der Produktion von Terrassendielen, Innenbauteilen von Autos, Zäunen und Fassadenelementen zum Einsatz. In technischen Anwendungen mit dynamischen Belastungen spielt WPC, trotz guter mechanischer Eigenschaften, kaum eine Rolle. Dies liegt u. a. an einer fehlenden, an den Werkstoff optimal angepassten und wieder lösbaren Verbindungstechnik. Mit ihrem Abschlussbericht legen die Forscher der TU Chemnitz nun Lösungsansätze für die benötigte Verbindungstechnik vor. So lag das Hauptaufgabenmerk auf vorgespannten Schraubverbindungen (Durchsteckschraubverbindung, Einschraubverbindung), für die u. a. Montageempfehlungen und Grenzlastbereiche erarbeitet wurden. Nach Grundlagenarbeiten verbesserten sie im Rahmen eines konkreten Anwendungsbeispiels die Befestigung einer WPC-Gleitschiene eines Hängefördersystems. Die Forscher konnten nachweisen, dass Quergewindebolzen besser zur Befestigung geeignet sind als Gewindeeinsätze, Metall-Hohlraumdübel oder Messinginserte. Sie ermöglichen bessere Kennwerte bei der Auszugkraft, eine deutlich leichtere Montage und eine Materialreduktion.

Die Mitarbeiter der Forschungsgruppe Anwendungstechnik Erneuerbarer Werkstoffe der TU Chemnitz wollen das Thema „Holz als Werkstoff im Maschinen- und Anlagenbau“ wiederbeleben. Ihr Ziel ist es, die vielfältigen, in den vergangenen Jahren erarbeiteten Forschungsergebnisse in die Praxis zu transferieren, denn Holzwerkstoffe können mit technischen, ökonomischen und ökologischen Vorzügen punkten.

Informationen zum Projekt „Lösbare Verbindungstechnik für Bauteile aus Wood Polymer Composite (WPC) unter dynamischen Belastungen“ und der zugehörige Abschlussbericht stehen in der Projektdatenbank der FNR unter dem Förderkennzeichen 22001814 zur Verfügung.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Pressemitteilung, 2018-10-25.

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