28 April 2006

Länderkooperation zur “SunFuel-Kraftstoff-Forschung” tagte im 3N-Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe in Werlte

Mehr als 30 Wissenschaftler, Vertreter der beteiligten Länderministerien, der Volkswagen AG und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe kamen gestern zu einem zweitägigen Fach- und Erfahrungsaustausch im 3N- Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe in Werlte zusammen.

Vorgestellt wurden die Arbeiten und Projekte des Kompetenzzentrums und die Versuchflächen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Energiepflanzenerzeugung in Werlte.

Die Forschungskooperation der Länder Niedersachsen, Brandenburg, Hessen mit der Volkswagen AG besteht seit 2004 und koordiniert mittlerweile 9 Forschungsvorhaben zur BTL (Biomass to liquid) Kraftstofferzeugung aus Biomasse.

Das 3N-Kompetenzzentrum und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind Projektträger des Forschungsverbundes “SUNREG I”, das bestehende und zukünftige regionale Biomassebereitstellungspotentiale und –konzepte erarbeitet, sowie Fruchtfolgeversuche mit unterschiedlichsten Energiepflanzen durchführt.

Im Mittelpunkt der Tagung standen auch die Versuche zur Energieholzbereitstellung aus Schnellwuchsplantagen aus Brandenburg und Hessen und die Ergebnisse einer Studie zur dezentralen Biomassebereitstellung aus Bio- und Grünabfällen in Niedersachsen. Über die Anforderungen an die Biomasse zur Kraftstoffherstellung aus Sicht der Anlagenbetreiber informierte das Cutec-Institut, Clausthal-Zellerfeld.

SunFuel ist ein synthetischer Kraftstoff, der in einem zweistufigen Verfahren aus Biomasse hergestellt wird. Die Volkswagen AG sieht in SunFuel einen idealen Übergang von fossilen zu regenerativen Kraftstoffen und einen Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität. Eine erste Pilotanlage produziert in Freiberg (Sachsen) bereits den erneuerbaren synthetischen Kraftstoff, der von der Automobilindustrie derzeit getestet wird.

(Vgl. Meldungen vom 2006-02-20, 2005-10-07 und 2005-08-17.)

Source: 3N- Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe vom 2006-04-28.

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