7 September 2011

Lenzing Gruppe: Kapazitätsausbau am Standort Heiligenkreuz/Burgenland abgeschlossen

Globale Produktionskapazität wird weiter ausgebaut und bis 2015 fast verdoppelt

Die Lenzing Gruppe hat die seit rund drei Jahren laufende Kapazitätserweiterung am Faserproduktionsstandort Heiligenkreuz/Burgenland erfolgreich abgeschlossen. In mehreren Ausbauschritten wurde die Produktionskapazität der Cellulosefaser TENCEL® um 25.000 Tonnen auf nunmehr 60.000 Tonnen p.a. angehoben. In diesem Zeitraum wurden in Heiligenkreuz insgesamt rund 60 Mio. EUR investiert und der Beschäftigtenstand auf aktuell über 200 Mitarbeiter erweitert.

Insgesamt hat Lenzing in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten rund 250 Mio. EUR in den Standort Heiligenkreuz investiert. Ein erheblicher Anteil dieser Investitionssumme floss heimischen Betrieben über Aufträge zu. Seit 2003 betreibt Lenzing die Energie- und Medienzentrale im Wirtschaftspark Heiligenkreuz, die 2005 übernommen wurde.

Der Abschluss des Erweiterungsprojektes wurde bei einer Pressekonferenz in Heiligenkreuz in Anwesenheit des Burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl entsprechend gewürdigt. “Die Lenzing Gruppe hat sich für das Burgenland als verlässlicher Partner erwiesen. Lenzing Heiligenkreuz wurde in den vergangenen 15 Jahren, seit der Baubeschluss für das Werk getroffen wurde, zu einem der bedeutendsten Industriebetriebe des Burgenlandes. Für das Südburgenland ist Lenzing ein entscheidender Impulsgeber für den gesamten Wirtschaftsraum”, sagte der Landeshauptmann.

Der für das weltweite Fasergeschäft der Lenzing Gruppe verantwortliche Vorstand Friedrich Weninger betonte die Bedeutung von Heiligenkreuz für die Lenzing Gruppe. “Der Standort Heiligenkreuz ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil von Lenzing. Wir produzieren hier TENCEL® Fasern, die vom Burgenland in alle Welt, insbesondere auch nach Asien versandt werden, ein Beweis für die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte aus Heiligenkreuz.”

Die bei Lenzing Fibers in Heiligenkreuz produzierten TENCEL® Fasern sind Cellulosefasern der neuesten, dritten Generation. Sie werden aus Zellstoff hergestellt, der aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen wird. Beim Produktionsprozess wird die Cellulose mittels einer speziellen Chemikalie physikalisch in Lösung gebracht. Anschließend werden die Fasern gesponnen, getrocknet und zum Versand in Ballen gepresst.

Der Herstellungsprozess von TENCEL® Fasern (Lyocellprozess) ist ein äußerst umweltfreundliches Verfahren. Der geschlossene Lösungsmittelkreislauf, die hohe Energieeffizienz und der geringe Wasserverbrauch haben TENCEL® den Umweltpreis der europäischen Union eingebracht. So beträgt etwa der Wasserverbrauch je Kilogramm Faser nur ein Zwanzigstel im Vergleich zur bewässerungsintensiven Baumwolle. Die Emissionen in der TENCEL® Produktion sind ebenfalls sehr gering.

TENCEL® Fasern haben aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften ein besonders breites Anwendungsgebiet. Sie kommen beispielsweise bei hochwertiger Damen-Oberbekleidung zum Einsatz, aber auf Grund ihrer Weichheit auch bei modisch-weichen Jeans (“Soft Denim”). Aufgrund ihrer optimalen Fähigkeit, die Feuchtigkeit zu regulieren, haben TENCEL® Fasern im Heimtextilien- Segment einen Siegeszug angetreten. Von Bettdecken bis hin zu Matratzen, wo TENCEL® Pulver dem Schaumstoff zugemischt wird, sorgen TENCEL® Fasern für tiefen Schlaf. Im Nonwovens-Sektor (nicht gewebte Vliesstoffe) sind TENCEL® Produkte im Hygienebereich weltweit im Einsatz. Bei technischen in Hochleistungsbatterien wieder, die heute schon in Großserien bei Hybrid-Autos eingebaut werden.

Die Lenzing Gruppe ist weltweit der einzige großindustrielle Anbieter von TENCEL® Fasern. Neben Heiligenkreuz stellt Lenzing TENCEL® Fasern auch an zwei anderen Standorten her: In Grimsby/UK wird eine spezielle TENCEL® Qualität für die Textilindustrie produziert und am Standort Mobile/Alabama/USA liegt der Schwerpunkt auf Nonwovens-Anwendungen. Lenzing beabsichtigt, seine globale TENCEL® Produktionskapazität von aktuell rund 140.000 Tonnen bis zum Jahr 2015 auf rund 275.000 Tonnen fast zu verdoppeln.

Source: Lenzing, Pressemitteilung, 2011-09-07.

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