2 September 2004

Leipziger Stadtwerke setzen auf “grüne Energie”

Neues Holzkraftwerk im Bau

Auf dem Gelände des früheren Kaliwerkes Bischofferode bauen die Stadtwerke Leipzig ihr neuestes Kraftwerk auf. Neben zwei Biogasanlagen in Bad Köstritz und in Brandenburg will das Versorgungsunternehmen nun das thüringische Holungen um ein hochmodernes Holzkraftwerk bereichern.

Detlef Schubert, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und Wirtschaftsbeigeordnete Leipzigs, sprach beim traditionellen ersten Spatenstich von einem “Vorzeigeobjekt”. Ministerpräsident Dieter Althaus dankte den Stadtwerken für die Investition in der strukturschwachen Region Nordthüringen, die voraussichtlich 22 Arbeitsplätze schafft.

50 Millionen Euro Investment erfordert die Anlage nach Betreiberangaben – der Generalunternehmer, die Berliner Metz-Gruppe, spricht vom “modernsten Biomassekraftwerk der Welt”. Ab Anfang 2006 jährlich soll hier eine Strommenge erzeugt werden, die den Verbrauch von rund 60.000 Haushalten decken soll. Die Anlage wird ausschließlich mit unbehandeltem Restholz aus der Region befeuert.

Falls alle drei Anlagen realisiert werden, würde das Leipziger Unternehmen künftig rund 13 Prozent des selbst hergestellten Stroms aus Biomasse erzeugen. Ihre Investitionen hatten die Stadtwerke von den jüngst durch die Novellierung des EEG verbesserten Möglichkeiten für die Stromerzeugung aus Biomasse abhängig gemacht.

(Vgl. Meldung vom 2004-06-16.)

Source: Leipziger Volkszeitung vom 2004-08-27.

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