19 September 2012

LANXESS: Neues mittelfristiges Ergebnisziel

Kontinuierliche Wachstumsstrategie wird durch nachhaltige Finanzpolitik ergänzt

  • 1,8 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen in 2018 geplant

  • Aktuelles Ziel von 1,4 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen nun bereits in 2014 geplant
  • Organisches Wachstum im Fokus
  • “Grüne Mobilität” Umsatz im ersten Halbjahr 2012 um 20 Prozent gestiegen
  • Ab Anfang 2013 14 Business Units durch TRP-Aufsplittung

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS setzt sich ein neues mittelfristiges Wachstumsziel: Geplant ist ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2018. Der Konzern sieht sich strategisch gut aufgestellt, um den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Daher erwartet LANXESS sein für 2015 festgelegtes Ziel von 1,4 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen bereits im Jahr 2014, und somit ein Jahr früher als bisher geplant zu erreichen.

Das Unternehmen hat seine zentrale Ergebnisgröße, das EBITDA vor Sondereinflüssen, seit 2004 jährlich um durchschnittlich 20 Prozent verbessert. Für das Jahr 2012 bestätigt der Konzern seine Prognose, das EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr um 5 bis 10 Prozent zu steigern.

“Wir haben LANXESS zu einem Wachstumsunternehmen transformiert”, sagte der LANXESS-Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann auf dem Medientag des Konzerns in New York. “Um unser neues mittelfristiges Ziel zu erreichen, werden wir an unserer bewährten Strategie aus organischem und externem Wachstum festhalten.”

Erfolgsstrategie
LANXESS setzt weiterhin auf seine fünf bewährten Erfolgsfaktoren: Premium-Produkte mit dem Fokus auf Megatrends, flexibles Anlagen- und Kostenmanagement, globale Präsenz mit Schwerpunkt auf die aufstrebenden Volkswirtschaften; Innovation und Technologie sowie eine durch unternehmerisches Denken geprägte und leistungsorientierte Firmenkultur.

Die Fokussierung auf Premium-Produkte ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Preis-vor-Menge-Strategie, bei der LANXESS bereit ist, auf Geschäfte zu verzichten, wenn keine adäquaten Preise für seine Produkte zu erzielen sind.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Strategie konnte der Konzern erfolgreich der Preisvolatilität von Rohstoffen und anderen Einstandskosten begegnen. In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden zusätzliche Rohstoff- und Energiekosten von rund 1,8 Milliarden Euro in den Markt weitergegeben.

Für langfristiges Wachstum wird weiter die Fokussierung auf die wachstumsstarken Märkte der aufstrebenden Volkswirtschaften eine tragende Rolle spielen. Seit 2005 ist das Unternehmen in der Region Asien-Pazifik um knapp 70 Prozent, in Nord- und Lateinamerika zusammen um knapp 40 Prozent gewachsen.

Die Premium-Produkt-Strategie des Konzerns konzentriert sich auch in Zukunft auf die vier Megatrends: Mobilität, Urbanisierung Landwirtschaft und Wasser.

Wachstumstreiber “Grüne Mobilität”
Die weltweit stark steigende Nachfrage nach Lösungen für nachhaltige Mobilität deckt LANXESS vorrangig mit seinem Synthesekautschuken für “Grüne Reifen” und Leichtbau-Materialien für die Automobilindustrie ab. Beides trägt in hohem Maße zur Reduktion von Kraftstoff und Emissionen bei.

“Unsere Kompetenz bei ‚Grüner Mobilität‘ spiegelt sich in unserem Ergebnis wider”, sagte Heitmann.

Rund 17 Prozent – oder 1,5 Milliarden Euro – des Gesamtumsatzes von LANXESS entfielen im Jahr 2011 auf Produkte für “Grüne Mobilität”. In der ersten Hälfte dieses Jahres stieg der Umsatz mit diesen Produkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 20 Prozent auf 878 Millionen Euro. Der Konzern will seinen Umsatz mit Produkten für “Grüne Mobilität” im Jahr 2015 auf rund 2,7 Milliarden Euro steigern.

Zweigleisiges Wachstum
LANXESS setzt weiterhin auf seine zweigleisige Strategie aus organischem und externem Wachstum. Mit einem Verhältnis von zwei zu eins haben dabei Investitionsprojekte Priorität gegenüber Akquisitionen.

In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen rund 1,4 Milliarden Euro Investitionen bekannt gegeben. Ein Großteil davon entfiel auf das Segment Performance Polymers. Erweiterungen, Umrüstungen und Investitionen in neue Produktionsstandorte wurden auf den Weg gebracht.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird LANXESS insgesamt 125 Millionen Euro in sein weltweites Anlagennetzwerk für Hightech-Kunststoffe für den Fahrzeug-Leichtbau investieren. Von diesen Investitionen verspricht sich der Spezialchemie-Konzern ab 2016 jährliche Umsätze von rund 200 Millionen Euro.

In den Wachstumsländern ist ein Großteil der Investitionen in neue Produktionsanlagen geflossen. Alleine rund 200 Millionen Euro investiert LANXESS in die modernste und weltweit größte Anlage zur Produktion von Neodymium-basiertem Performance Butadienkautschuk (Nd-PBR) in Singapur. Der Konzern wird seine Kunden in Asien mit Kautschuk zur Produktion von “Grünen Reifen” beliefern. Ab 2017 werden jährlich Umsätze von 300 bis 350 Millionen Euro durch das neue Werk erwartet.

Externes Wachstum
Vergangene Woche übernahm LANXESS das deutsche Unternehmen “Bond-Laminates”, das auf die Entwicklung und Herstellung von maßgeschneiderten Verbundmaterialien aus Kunststoffen spezialisiert ist, die mit Materialien wie Glasfasern verstärkt sind. Die Kunststoff-Verbundmaterialien sind im Vergleich zu Metallteilen leichter zu verarbeiten und wiegen bis zu 40 Prozent weniger. Der Einsatz dieser Materialien ermöglicht der Automobilindustrie reduzierte Produktionskosten und mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Fahrzeugkomponenten.

“Bei der Evaluierung aller organischen und externen Wachstumsprojekte orientieren wir uns an strikter Finanzdisziplin”, sagte Heitmann. “Alle Investitionsprojekte müssen eine Rendite in Höhe der Kapitalrendite (ROCE) von LANXESS oder mehr liefern. Bei unseren Akquisitionen gelten strenge strategische und finanzielle Kriterien, wie etwa eines positiven Ergebnisbeitrags innerhalb drei Jahren.”

Nachhaltige Finanzplanung
Die kontinuierliche Wachstumsstrategie von LANXESS wird durch eine nachhaltige Finanzpolitik ergänzt. Diese beinhaltet eine sorgfältige Herangehensweise an Akquisitionen, ein langfristiges Fälligkeitsprofil der Finanzverschuldung und die Beibehaltung der soliden Investment-Grade-Ratings. Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu EBITDA vor Sondereinflüssen soll – in einem normalen Geschäftszyklus – im Bereich zwischen 1 und 1,5 liegen.

“Dank unserer langfristigen Finanzierung in Verbindung mit einem vorausschauenden Risikomanagement hatten wir stets ausreichend Liquidität zur Verfügung, um unser Working Capital und unsere Geschäftstätigkeit zu finanzieren”, sagte LANXESS Finanzvorstand Bernhard Düttmann. “So wird es auch in Zukunft bleiben.”

Ende des zweiten Quartals 2012 verfügte LANXESS über Liquiditätsreserven in liquiden Mitteln und nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien von mehr als 1,8 Milliarden Euro.

Rating-Agenturen bewerten die Liquidität von LANXESS positiv. Die seit 2007 unveränderten BBB Investment-Grade-Ratings sind ein Beleg für die starken Marktpositionen des Unternehmens und sein solides Finanzprofil.

LANXESS mit 14 Business Units
Ab 1. Januar 2013 wird das Portfolio aus derzeit 13 Geschäftseinheiten auf 14 erweitert. Die Business Unit Technical Rubber Products (TRP) wird geteilt. Mit diesem Schritt trägt der Konzern der wachsenden Bedeutung des globalen Geschäfts mit dem synthetischen Kautschuk Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) Rechnung. Keltan Elastomers (KEL) lautet der Name des neuen, eigenständigen Geschäftsbereichs, der sich ausschließlich mit der Herstellung von EPDM befasst. Günther Weymans, Leiter von TRP, übernimmt mit der Leitung des neuen Bereichs KEL rund 600 Mitarbeiter. Standorte in den Niederlanden, China, den USA, Deutschland und Brasilien gehören zu KEL.

Der derzeitige Leiter des weltweiten EPDM-Geschäfts von LANXESS, Ming Cheng Chien, wird künftig Landeschef von China und löst in dieser Funktion Martin Kraemer ab. Kraemer wird künftig den neu aufgestellten Bereich Benzyl Products and Inorganic Acids innerhalb des Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates (AII) leiten. Diese Änderungen treten zum 1. Februar 2013 in Kraft.

In China, dem weltweit größten Automobilproduktionsmarkt, investiert LANXESS 235 Millionen Euro in den Bau einer EPDM-Kautschuk-Anlage. Die Anlage wird bei voller Auslastung jährlich Umsätze von rund 400 Millionen Euro generieren. EPDM wird in der Automobilindustrie in vielen Produkten wie beispielsweise Scheibenwischern und Türdichtungen verwendet.

Zum Portfolio des bisherigen Geschäftsbereichs TRP gehören neben EPDM auch Polychloroprenkautschuk, hydrierter Nitril-Kautschuk, Ethylen-Vinylacetat-Kautschuke und Nitril-Kautschuk. Diese Produkte werden jetzt Teil der neuen eigenständigen Business Unit High Performance Elastomers (HPE). Sie wird von Jan Paul de Vries geleitet und hat rund 800 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, den USA, Frankreich und China. Rund 100 Mitarbeiter werden von TRP zur Group Function Innovation & Technology wechseln.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2011 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.900 Mitarbeiter in 31 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 49 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World und FTSE4Good.

Source: LANXESS, Pressemitteilung, 2012-09-19.

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