16 Oktober 2008

Lanxess-Biozid für dauerhaftes WPC im Außenbereich

Beimischung direkt im Extruder

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS AG bringt ein neues Biozid-Produkt auf den Markt, das die Lebensdauer von Wood Plastic Composites (WPC) deutlich erhöhen kann. Das speziell auf WPC-Anwendungen zugeschnittene Additiv Preventol MPT 11 von LANXESS setzt auf eine durchdachte Wirkstoffkombina­tion, die Angriffe sowohl verfärbender als auch zerstörend wirkender Pilze auf das organische Material zuverlässig unterbindet.

Bild: Lanxess AG
Bild: Lanxess AG

Eine Herausforderung für WPC, die mit dem Rückgriff auf den natürlichen Rohstoff Holz verbunden ist, liegt in der Mikrobenanfälligkeit dieses Materials. Denn zugunsten einer ansprechenden Optik und Haptik werden WPC-Paneele oft gebürstet; zudem ist die schützende Kunststoffmatrix in der Praxis einer allmählichen Abnutzung unter­worfen. Beides kann Holzfasern freilegen, so dass Feuchtigkeit in den Werkstoff eindringen kann. Vor allem bei der Verwendung von WPCs im Außenbereich, der in Nordamerika den Löwenanteil der WPC-Anwen­dungen ausmacht, können unbehandelte Composites daher ebenso wie naturbelassenes Holz mit der Zeit zum Nährboden für Pilze werden. Im günstigsten Fall hat dies lediglich eine Verfärbung des Materials zur Folge, nicht selten jedoch kommt es zu Schimmelbefall und damit auch zu einer Beeinträchtigung der Rutschfestigkeit.

Ein effizienter Weg, diesem Problem zu begegnen, ist die Ausstattung mit schimmelwidrigen Additiven schon bei der Herstellung eines WPC. Anorganische Präparate wie Zinkborat sind hierbei kritisch zu betrach­ten, da sie ausgesprochen hoch dosiert werden müssen und somit das Recycling bzw. die thermische Verwertung erschweren. Demgegenüber weisen organische Biozide im Allgemeinen niedrige Wirkkonzentra­tionen auf. Der Einsatz entsprechender Produkte in Wood Plastic Composites stellt jedoch aufgrund der hohen Extrudertemperaturen bis 200°C und der erforderlichen schnellen sowie homogenen Verteilung im Compound bei gleichzeitig niedriger Dosage einen hohen Anspruch an die Formulierung.

Preventol MPT 11 wird diesem Anspruch gerecht: Es blockiert sehr wirksam das Wachstum einer Reihe von Mikroorganismen wie z.B. Penicillium funiculosum oder Aspergillus niger. Das neue Biozid-Produkt wirkt in niedriger Dosierung und wird einfach mit den anderen Additiven – in der Regel Haftvermittler, UV-Schutzmittel und Pigmente – in den Extruder gegeben; dort verteilt sich das Additiv in kürzester Zeit optimal im Composit. So wird die Lebenserwartung von Premium-WPC-Produkten effizient gesteigert; Beeinträchtigungen durch Schimmel oder verfärbende Mikroorganismen werden drastisch reduziert, Reklamationskosten minimiert.

Lanxess wird für Preventol MPT 11 ein Zulassungsverfahren im Rahmen der Biozid-Richtlinie der EU (BPD) einleiten. Anwender profitieren dann nicht nur von der technischen Expertise des Additiv-Spezialisten, der mittlerweile auf über 100 Jahre Erfahrung im Bereich Materialschutz zurückblicken kann, sondern sind zudem vom administ­rativen Aufwand einer eigenen Registrierung befreit.

Preventol MPT 11 ist nicht das einzige Produkt, das Lanxess für die WPC-Fertigung anbietet. Neben diesem Additiv werden beispielsweise hitzebeständige anorganische Pigmente aus dem Sortiment Colortherm in diesen vielseitigen Composites eingesetzt.

Source: Lanxess AG, 2008-10-13.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email