13 Februar 2004

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: Förderung regenerativer Energien im Agrarinvestitionsförderungsprogramm bietet Landwirten zweites Standbein im Zukunftsmarkt regenerative Energien

Düsseldorf, 11.02.2004 – Anlässlich der Energiemesse “E-world energy & water” hat Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn noch einmal auf das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) hingewiesen, in dessen Rahmen nun auch landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden, die sich im Bereich regenerative Energien ein zweites Standbein aufbauen wollen.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: “Die Förderung von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien, etwa in Biogas- und Solaranlagen, ist sehr erfolgreich angelaufen. Hier ergänzen sich ökonomische und ökologische Ziele optimal. Landwirte erschließen sich neue Einkommensfelder mit Zukunft und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Diesen erfolgreichen Weg werden wir auch 2004 fortsetzen.”

Attraktive Förderkonditionen sollen eine möglichst große Zahl von Landwirten ansprechen. So liegt die Höhe der Zuschüsse für Biogasanlagen und für den Bereich Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffe bei 12 bis 33 Prozent der getätigten Investitionen. Förderfähige Investitionen sind hier zum Beispiel Rapsölpressen, Anlagen zur Gewinnung von Biodiesel oder Tankstellen für Kraftstoffe auf pflanzlicher Basis. Auf Initiative des Landes NRW wird der Bund zudem noch in diesem Jahr ein Programm für die Umrüstung von Motoren landwirtschaftlicher Fahrzeuge auf Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen anbieten.

Die großen Dachflächen der landwirtschaftlichen Betriebe sind zudem ideal für die Installation von Fotovoltaikanlagen. Die Zuschusssätze sind hier auf vier bis elf Prozent abgesenkt worden, da diese Anlagen von den neuen Konditionen der Einspeisevergütung profitieren, die im Rahmen der Zweiten Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes deutlich angehoben worden ist. Wie sehr die Bauern mittlerweile in diesen Bereich investieren wollen, beweisen die vielen hundert Anträge für Fotovoltaikanlagen, die in den letzten Monaten gestellt worden sind.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: “Die zahlreichen Landwirtinnen und Landwirte, die sich für eine Fotovoltaikanlage entschieden haben, werden mit diesen Investitionen zur Konjunkturbelebung beitragen. Mit der Förderung im Rahmen des AFP unterstützen wir dies nach Kräften.”

Anträge zum Agrarinvestitionsförderungsprogramm können über die Geschäftsführer der Kreisstellen der Landwirtschaftskammern als Landesbeauftragte im Kreise eingereicht werden. Formulare sind dort oder in der Kammerzentrale in Bonn erhältlich.

Source: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 2004-02-11.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email