29 Oktober 2008

Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V. ade: Umbenennung zeigt Ethanol-Fokus

LAB heißt jetzt Bundesverband der Deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe)

“Die Diskussion über Biokraftstoffe in den letzten Monaten hat deutliche Informationsdefizite über Bioethanol aufgezeigt. Dies hat uns zu einer klareren Neupositionierung und zur Umbenennung unseres Verbandes bewogen”, erklärte Norbert Schindler, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) am 29.10.08 in Berlin. Der Bundesverband war bislang als “Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V. (LAB)” bekannt.

Schindler und der stellvertretende BDBe-Vorsitzende Professor Dr. Markwart Kunz bekräftigten die schon im Frühjahr eingegangene Selbstverpflichtung der deutschen Bioethanolwirtschaft zum Klimaschutz. Kunz erklärte: “35 oder 45 Prozent Klimagaseinsparung wie zur Zeit politisch diskutiert können nur ein Beginn sein. Wir stehen für 50 Prozent Mindesteinsparung im Jahr 2015 und 60 Prozent im Jahr 2020.” Er forderte eine Klimagasbewertung von Biokraftstoffen auf Basis der tatsächlichen Verhältnisse in ihrer Herkunftsregion. Die Vernichtung des Regenwaldes dürfe nicht der deutschen Bioethanolproduktion angelastet werden. “Wer das tut, ignoriert die hohen EU-Umweltstandards”, sagte er.

Kunz wies darauf hin, dass die vom Bundesumweltministerium vorgeschlagene Senkung der Biokraftstoffquoten in Deutschland ein Rückschritt zu Lasten des Klimaschutzes sei. Ca. 5,2 Mio. t CO2-Minderung würden ausfallen. Die Quotensenkung würde zudem zu einem Rückgang im heimischen Anbau von Getreide und Zuckerrüben führen. In der Konsequenz müssten 3,5 Mio. t Eiweißfuttermittel zusätzlich importiert werden. Dies entspräche einer Fläche von ca. 270.000 ha Soja, welche deswegen nicht mehr für die Lebens- und Futtermittelerzeugung in Drittländern zur Verfügung stünde.

Das ebenfalls vom Bundesumweltministerium geplante Verbot von Benzin mit zehnprozentigem Bioethanol-Anteil bezeichnete Kunz als inakzeptabel. Fahrern von Autos deutscher Hersteller würde damit eine preisgünstige und umweltfreundliche Alternative zum hochpreisigen SuperPlus-Benzin genommen.

Kontakt
Bundesverband der Deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe)
Nina Ruppert
Tel.: 030-301 29 53-13
E-Mail: ruppert@bdbe.de

Source: Bundesverband der Deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. (BDBe), Pressemitteilung, 2008-10-29.

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