1 März 2002

Lärmschutz: Dämmstoffe für Innenraum-Trennwände im Test

Das renommierte Test-Magazin ÖKO-TEST hat in seiner Märzausgabe Dämmstoffe für Innenraum-Trennwände in ihrer Funktion und in Bezug auf die Abgabe von Schadstoffen untersucht.

Wenn in Wohnungen oder Büros nur leichte Ständerkonstruktionen aus Holz oder Metall die Räume trennen, sollen Dämmstoffe in diesen Zwischenwänden den Lärm abhalten und die Räume möglichst gut akustisch trennen.

Verglichen wurde zunächst die schallschluckende Funktion der verschiedenen Dämmstoffe. Das Ergebnis: Von den insgesamt elf Produkten schnitten die Dämmplatten aus Holzweichfaser mit Abstand am besten ab. Sie bieten einen zehnmal besseren Schallschutz als in der DIN gefordert, der Schallschutz wurde von ÖKO-TEST mit „hoch“ bewertet. Der Schallschutz wird dabei am „längenbezogenen Strömungswiderstand“ gemessen, der angibt, welchen Widerstand die Stoffe einer simulierten Schallwelle entgegensetzen.

Mineralfasermatten bieten einen deutlich geringeren Schallschutz als die getesteten Holzweichfaser-Platten; sämtliche Mineralfaserprodukte wurden mit „ausreichend“ bewertet. Noch schlechter schnitten in puncto Lärmschutz Matten aus Flachs und Hanf ab („gering“) sowie Kokosfasern („sehr gering“). Der Hersteller der Kokoswandplatte will aufgrund des Testes sein Produkt nicht mehr für schalldämmende Zwecke empfehlen.

In Bezug auf Schadstoff-Emissionen schnitten sämtliche Naturprodukte sehr gut ab. Es wurden keine halogenorganische Verbindungen, keine Formaldehyd/-abspalter und auch keine Pestizide gefunden. Anders die Mineralfaserprodukte, die allesamt Formaldehyd abgaben.

Eindeutige Testsieger sind mit „sehr gut“ die Holzweichfaser-Platten von den Unternehmen Gutex und Pavatex, die eine hohe schalldämmende Wirkung aufweisen und keine Schadstoffe in den Innenraum abgeben.

Source: ÖKO-TEST 03/2002, S. 46 bis 49: "Lauter Lärmschutz - Dämmstoffe für Trennwände" vom 2002-03-01.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email