7 Januar 2008

Kurzumtriebsplantagen: Förderung europäischer Forschungsprojekte

FNR und europäische Partner starten gemeinsamen Aufruf

Im Rahmen des ERA-NET Bioenergy fördert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei länderübergreifenden Projekten zum Thema Kurzumtriebsplantagen (KUP). Bis zum 1. April 2008 können Anträge eingereicht werden.

Der Rohstoff Holz spielt traditionell die wichtigste Rolle bei der Nutzung von Biomasse als Energieträger. Die steigende Nachfrage und möglicherweise daraus folgenden Angebotsengpässe bieten jedoch Anlass, Alternativen zur Verwendung von Waldrestholz und anderen bekannten Potentialen zu erschließen. Kurzumtriebsplantagen könnten künftig eine solche Rohstoffquelle darstellen. Ihr Anbau ist jedoch in vielen europäischen Ländern noch überwiegend auf nichtkommerzielle Bereiche beschränkt. Es besteht noch F&E-Bedarf z.B. hinsichtlich besonders leistungsfähiger Klone oder einer tragfähigen Logistikkette.

Der aktuelle Aufruf konzentriert sich auf drei Themenfelder: die Züchtung geeigneten Pflanzenmaterials, die Verbesserung der Wertschöpfungskette und die Berücksichtigung von Umweltaspekten. Bis zum 1. April können deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen entsprechende Projektanträge bei der FNR einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens zwei der an dem Aufruf beteiligten Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden) kooperieren. Im Unterschied zu vorangegangenen ERA-NET Bioenergy Aufrufen können sich jedoch zusätzlich auch Partner aus anderen Länder beteiligen, sofern sie sich selbst um Förderung bemühen. Alle Anträge werden durch eine internationale Jury bewertet. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind die jeweiligen nationalen Förderkriterien; für deutsche Teilprojekte gilt das Förderprogramm “Nachwachsende Rohstoffe” der FNR.

Die Projekte mit einer Laufzeit bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich ab Juli 2008.

Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus der Bekanntmachung hervor, die unter www.eranetbioenergy.net, abgerufen werden kann. Potenzielle Projektnehmer werden gebeten, die aktuellen Anforderungen der FNR an Projektskizzen zu berücksichtigen. Ansprechpartner ist Karen Görner (k.goerner@fnr.de).

Das Netzwerk ERA-NET Bioenergy – Mitglieder sind Projektträger und Ministerien aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden – koordiniert seit 2005 die Bioenergieforschung im europäischen Raum.

(Vgl. Meldung vom 2007-10-16.)

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V., Pressemitteilung, 2008-01-04.

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