27 Januar 2015

Kurze agroindustrielle Fertigungsketten für Bio Erzeugnisse: Unterzeichnung einer strategischen Vereinbarung zwischen Novamont und Coldiretti

Den Anfang macht die Distel auf Sardinien

Novara – Rom, 23. Januar 2015 – „Die Einrichtung einer gebietsgerechten Agrarkette wertet unbewässerte und verlassene Gegenden auf, um in diesem Gebiet das erste Modell einer integrierten Bioraffinerie zu unterhalten, die mit der Lebensmittelkette zusammenwirkt und auf Erzeugnisse mit hohem Mehrwert ausgerichtet ist, die stärker umweltbelastende Rohstoffe von außerhalb reduzieren und ersetzen können”. Dies sieht die seitens Catia Bastioli, CEO von Novamont und Matrìca (paritätisches Joint Venture zwischen Novamont und Versalis), Roberto Moncalvo, Vorsitzender des Landwirteverbands Coldiretti, und Mauro Tonello, Vorsitzender der Consorzi Agrari d’Italia (CAI) unterzeichnete Vereinbarung vor, die auf die Schaffung innovativer und kurzer agroindustrieller Fertigungsketten für Biokunststoffe und Bioschmierstoffe ausgerichtet ist.

Die Kooperationsvereinbarung bezieht sich insbesondere auf die Verbreitung der Distel unter den Landwirten des Coldiretti, bei der es sich um eine Zucht mit geringem Input handelt, die bewiesen hat, dass sie auf trockenen und für traditionelle Zuchten wenig geeigneten Böden wachsen kann, da sie kein Wasser benötigt und Proteinmehle für Futtermittel sowie weitere Rohstoffe für die Herstellung von Erzeugnissen mit geringer Umweltbelastung generiert und somit in starkem Maße mit der Bioraffinerie Matrìca von Porto Torres (Sardinien) zusammenwirkt. Es handelt sich dabei um Anlagen, die aus einer von Novamont entwickelten Technologie entstanden sind, bei der ausgehend vom Einsatz landwirtschaftlicher Rohstoffe und pflanzlicher Abfälle über absolut innovative und umweltverträgliche Verfahren eine breite Palette chemischer Erzeugnisse (Biochemikalien, Bio-Intermediate, Monomere für die Herstellung von Biokunststoffen, Grundlagen für Bioschmierstoffe und Biozusatzstoffe für Reifen) hergestellt wird.

„Um die Krise zu überwinden, reicht es nicht aus, innovative Technologien zu entwickeln und Anlagen aufzubauen, die den Gegenden aufgezwungen werden. Statt dessen ist ein neues Raumentwicklungsmodell erforderlich, das von gemeinsamen Projekten ausgeht, die das Konzept der Kreislaufwirtschaft und der kontinuierlichen Innovation praktisch umsetzen können und jedem, der Ideen und einen guten Willen hat, ermöglichen, dazu beizutragen, wodurch unter den Beteiligten ein Klima der Zusammenarbeit und des Respekts entsteht, das für eine beständige Konstruktion unerlässlich ist. Die Vereinbarung mit Coldiretti und Consorzi Agrari d’Italia (CAI) stellt einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar”, erläuterte Catia Bastioli, CEO von Novamont.

„Mit der Einführung einer Zucht, die die Abhängigkeit vom Ausland in Bezug auf pflanzliche Proteine für Futtermittel reduziert und gleichzeitig den Erhalt innovativer und umweltverträglicher Erzeugnisse ermöglicht, die das große kreative Potential unseres Landes untermauern, entsteht eine Zusammenarbeit, die Landwirten, die auch in schwierigeren Geländen tätig sind, eine neue Einkommensmöglichkeit bietet”, bekräftigte der Präsident von Coldiretti, Roberto Moncalvo, und betonte dabei gleichzeitig, dass „die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien, die die charakteristischen Merkmale und das Potential des Gebiets aufwerten, der richtige Weg ist, um dem Land eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten”.

Dem Wortlaut der Vereinbarung zufolge:

1. wird über die Gesellschaft Filiera Agricola Italiana (F.A.I.) die Distelzucht auf Sardinien und deren Aufwertung aus landwirtschaftlicher und umweltpolitischer Sicht über Branchenvereinbarungen gefördert, die unter anderem den Vorschuss der Zuchtkosten für die ersten beiden Jahre und ein garantiertes Einkommen für die Landwirte vorsehen;

2. wird die Verwaltung der Sammelstellen des geernteten Erzeugnisses und die Verwaltung des Einsatzes des Netzwerks der im Rahmen der CAI vereinten Konsortien zum Verkauf der aus der industriellen Weiterverarbeitung entstandenen Erzeugnisse untersucht und umgesetzt;

3. wird über das neue Instrument der EIP (Europäische Innovationspartnerschaft) zur Entwicklung des ländlichen Raums in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Interessenvertretern der Branche die Entwicklung von Forschungsprojekten eingeleitet;

4. werden die zu über 50% erneuerbaren Biokunststoffe von verbundenen Branchen unterstützt: Dies erfolgt über die Förderung der Wiederverwendung biologisch abbaubarer Einkaufstüten für die Mülltrennung von Bioabfall, die Förderung des Einsatzes von Kompost in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Desertifikationsphänomenen und die Förderung des Einsatzes von Tüchern für das landwirtschaftliche Mulchen.

Über Novamont

Novamont SpA ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Werkstoffen und Biochemikalien unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Mit 370 Beschäftigten (etwa 20 % davon sind im Bereich F&E beschäftigt) hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von über 136 Millionen Euro erzielt und beständig in Forschung und Entwicklung investiert (6,2% des Umsatzes aus 2013). Die Gesellschaft hält ein Portfolio mit rund 1000 Patenten. Firmensitz ist Novara, die Produktionsstätte befindet sich in Terni, Forschungslaboratorien betreibt das Unternehmen in Novara, Terni und Piana di Monte Verna (Region Kampanien).
Novamont ist über Tochterfirmen in Porto Torres (Region Sardinien),in Bottrighe (Region Venetien), Terni und Patrica (FR) tätig. Vertriebsniederlassungen unterhält das Unternehmen in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten, Vertreter des Unternehmens arbeiten in den Beneluxstaaten, Skandinavien, Dänemark, im Vereinigten Königreich, China, Japan, Kanada, Australien und Neuseeland.

Über Coldiretti

Coldiretti ist eine wachsende Organisation, die ihre Vertretung von einzelnen Unternehmen auf Genossenschaften ausgedehnt hat, angefangen von der Landwirtschaftsbranche bis hin zum Fischfang, von der traditionellen Landwirtschaft bis zur Nahrungskette mit Bauernhöfen, Märkten und Geschäften der Campagna Amica und dem Projekt in Bezug auf komplett italienische Landwirtschaftsprodukte. Coldiretti kann auf 1,5 Millionen Mitglieder und auf die absolute Mehrheit der in der italienischen Landwirtschaft tätigen Unternehmen zählen, was sie zur größten italienischen und europäischen Landwirtschaftsorganisation macht. Sie ist flächendeckend im ganzen Land verbreitet: 20 Regionalverbände, 97 Provinz- und provinzübergreifende Verbände, 724 Gebietsbüros und 5668 Ortsgruppen. In der Tat ist die Organisation in fast jeder Gemeinde unseres Landes vertreten.

Source: Novamont, Pressemitteilung, 2015-01-23.

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