31 März 2010

Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik unterstreicht Bedeutung von Bio-Ölen beim Technikeinsatz im Wald

KWF berichtete auf dem 14. Forstlichen Unternehmertag über praktische Umsetzung

Der Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik der TU München lud am 25. März zum 14. Forstlichen Unternehmertag ein. Bei diesem wichtigen Branchentreff berichtete KWF-Prüfingenieur Dietmar Ruppert von den Erfahrungen beim Einsatz von Bio-Ölen in Forstmaschinen. Der Vortrag stand unter dem Motto “Ergebnisse aus der Praxis, für die Praxis!”. Ruppert wies dabei deutlich auf die hohe Bedeutung von Bio-Ölen beim Technikeinsatz im Wald hin. “Als diejenigen, die Forsttechnik bei der Waldarbeit einsetzen, tragen Sie eine große Verantwortung für die Umwelt.”, mahnte Ruppert die Anwesenden.

Ein durchschnittlicher Harvester kann laut Ruppert durch Ölhavarien, Leckagen, Schlauchschäden und Bauteilschäden bis zu 1.000 Liter Hydraulikflüssigkeit pro Jahr verlieren. Ein Forwarder kommt im Durchschnitt auf bis zu 600 Liter. Nach einer Erhebung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forttechnik e.V. (KWF) werden in Deutschland zurzeit rund 1.300 Harvester und 2.000 Forwarder eingesetzt. Das zeigt, wie wichtig es ist, Bio-Öle einzusetzen.

Solche Öle tragen ein Umweltzeichen (Blauer Engel, Europäisches Umweltzeichen). Die Zeichen setzen voraus, dass die Flüssigkeiten für Menschen, Bakterien und Fische nicht toxisch sein dürfen. Sie müssen biologisch leicht abbaubar sein, und von ihnen darf keine Wassergefährdung ausgehen. Ruppert geht in seinem Vortrag auch auf die Haftung im Schadensfall ein. Er stellt fest, dass nach Wasserhaushaltsgesetz und dem Umweltschadensgesetz immer der Verursacher für Schäden haftet. Bei ihm liegen auch die Pflichten zu Information, Gefahrenabwehr und Sanierung. Ruppert empiehlt abschließend, sich für KWF-geprüfte Maschinen und mit den Umweltzertifikaten ausgezeichnete Hydrauliköle zu entscheiden. Auch eine sorgfältige Wartung und Pflege und gute Einsatzvorbereitung können Schäden verhindern. So kann das Risiko für Folgekosten nach einer Havarie für Unternehmer und Maschinenführer miniert werden und die Umwelt wird geschont.

In Zusammenarbeit mit dem KWF entsteht an der Fachhochschule Erfurt zurzeit eine Bachelorarbeit. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für den Fall einer Havarie zu erarbeiten und dabei die länderspezifischen Vorgaben einzubeziehen. Die Ergebnisse werden auf der Interforst im Juli vorgestellt.

Weitere Informationen

Source: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V., Pressemitteilung, 2010-03-31.

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