3 September 2004

Künast will Holzverbrauch um 20 Prozent steigern

Präsentation der "Charta für Holz"

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat dazu aufgerufen, verstärkt heimisches Holz als Rohstoff und Baustoff zu verwenden. “Wer Holz verwendet, trägt zum Umwelt- und zum Klimaschutz bei und hilft, Arbeitsplätze in ländlichen Regionen zu schaffen und zu sichern”, sagte sie heute bei der Präsentation der “Charta für Holz” in Bonn. Die Regierungsparteien hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, eine Charta für mehr Holzabsatz und Holzverwendung zu initiieren. “Gemeinsam mit Wirtschaft, Naturschutz und Gewerkschaft haben wir diese Vision in einen konkreten Plan – die Charta für Holz – umgesetzt. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Holzverbrauch in den nächsten 10 Jahren um 20 Prozent zu steigern”, so die Ministerin.

Die erste Etappe sei mit der Formulierung der Charta erfolgreich abgeschlossen, sagte Künast. “Wir können unser anspruchsvolles Ziel aber nur erreichen, wenn alle Beteiligten ihre Kräfte bündeln und mit konkreten Maßnahmen zur Erhöhung des Holzabsatzes beitragen. Natürlich wird sich die Bundesregierung daran genauso engagiert wie bisher beteiligen.” Die Forst- und Holzwirtschaft sei ein bedeutender Wirtschaftssektor mit rund 1 Million Arbeitsplätzen und 100 Milliarden Umsatz.

Holz sei ein natürlicher, nachhaltig verfügbarer Rohstoff mit vielfältigen Vorteilen. Die Nutzung von Holz als Bau- und Werkstoff leiste einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Die Holzverarbeitung sei in der Regel mit vergleichsweise kürzeren Transportwegen und weniger Energieaufwand möglich. Schnelles und preiswertes Bauen, angenehmes Raumklima sowie guter Wärmeschutz seien weitere Argumente für die Holzverwendung

Künast wies darauf hin, dass derzeit weniger als 2/3 des jährlichen Holzzuwachses in heimischen Wäldern genutzt werde. Auch für die Zukunft stehe somit ein erhebliches Potenzial an Holz zur Verfügung, ohne die Kriterien der Nachhaltigkeit zu verletzen. Mit einer stärkeren Nutzung des heimischen, zumeist zertifizierten Holzes könne auch ein Beitrag zur Entlastung der Wälder in anderen Teilen der Welt geleistet werden, wo nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht immer sichergestellt sei.

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 221 vom vom 2004-09-03.

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