30 August 2004

Künast: Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im Kommen

Nach einem Jahr Markteinführungsprogramm 70.000 Kubikmeter verbaut

Seit einem Jahr gibt es das Markteinführungsprogramm “Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen”. Bundesverbraucherministerin Renate Künast zieht eine positive Bilanz: “Das Programm hat gute Wirkung gezeigt. 4 000 Bauherren haben bisher die Förderung in Anspruch genommen und über 70.000 Kubikmeter Naturdämmstoffe verbaut. Dämmstoffe, zum Beispiel aus Hanf, Flachs, Wiesengras oder Schafwolle erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.”

Seit dem Sommer 2003 fällt die Entscheidung für gesundheitsbewusstes Bauen um einiges leichter. Das Bundesverbraucherministerium fördert den Einsatz von Naturdämmstoffen je nach Kategorie mit 25 bzw. 35 Euro/Kubikmeter, was die Nachfrage deutlich belebt hat. Während das Marktvolumen aller Dämmstoffe in den vergangenen drei Jahren um knapp ein Fünftel gesunken ist, konnte der Absatz von Naturdämmstoffen im vergangenen Jahr um beachtliche 25 Prozent gesteigert werden. Trotz anhaltend schwacher Konjunktur am Bau zeichnet sich also ein sichtbarer Trend hin zu besonders umweltverträglichen Baumaterialien ab.

Zurzeit werden 24 Produkte auf der Basis einjähriger Pflanzen aus heimischer Landwirtschaft oder aus Schafwolle bezuschusst – als Grundlage dafür dient die Förderliste der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die das Programm im Auftrag des Bundesministeriums umsetzt. Besonders populär bei den Bauherren sind Dämmmaterialien aus Hanf und Flachs, aber auch Dämmstoffe aus Wiesengras oder Schafwolle erfreuen sich hoher Beliebtheit. Die Produkte sind in der Regel als Ballen, Matten, Platten, Vliese oder Schüttungen erhältlich. Wegen ihres guten sommerlichen Wärmeschutzes sind sie besonders für den Dachausbau geeignet, werden aber auch in Fußböden und Wänden eingesetzt.

Um in den Genuss der Förderung zu gelangen, muss der Bauherr den ausgefüllten Antrag, die Originalrechnung über den Kauf des Dämmmaterials und einen Zahlungsbeleg bei der FNR einreichen. Die Antragsunterlagen können über www.naturdaemmstoffe.info herunter geladen werden.

(Vgl. Meldung vom 2004-08-26.)

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 215 vom vom 2004-08-27.

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