3 Juni 2004

Künast: Biomasse – Die Alternative zu Erdöl

Bundesverbraucherministerin auf der Konferenz Renewables 2004

“Die derzeit hohen Energiepreise machen eines deutlich: Wir brauchen dringend Innovationen, die uns unabhängiger von fossilen Rohstoffen machen. Nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft verfügen über ein großes Potenzial, um Erdöl als Energieträger, aber auch als wichtigen Rohstoff in der Industrie zu ersetzen. Hier sehe ich neue Absatzchancen für die Land- und Forstwirtschaft. Der Landwirt der Zukunft ist auch “Energie- und Rohstoffwirt”! Wir fördern die Markteinführung, aber auch die Forschung und Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung der Bio­masse,” erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast auf der Renewables 2004 heute in Bonn.

“Renewables 2004 muss einen weiteren Impuls für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen weltweit schaffen. Denn Energie ist der Schlüssel für Wertschöpfung. Das gilt vor allem für Entwicklungsländer,” erklärte Künast. Es liege nahe, hier neben der Sonnen- und Windenergie auch das Potenzial des weltweit bedeutendsten erneuerbaren Energieträgers, der Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft, zu nutzen.

“Die nachwachsenden Rohstoffe als alternative Kraftstoffe sind interessant für die Automobilbranche. So sind Biodiesel aus Raps und Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben auf dem Vormarsch. Sunfuels oder BTL-Kraftstoffe, also synthetische Kraftstoffe gewonnen aus Biomasse, haben eine Zukunft als Alternative zum Erdöl”, so Künast.

Nachwachsende Rohstoffe können nicht nur den Energieträger Erdöl durch Biokraftstoffe, Biogas oder Holz ersetzen. Sie können auch den Basisrohstoff Erdöl ersetzen, der Bestandteil von zahlreichen wichtigen Produkten, wie Medikamenten oder Kunststoffen ist. Neben der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie setzt die Automobilindustrie heute schon nachwachsende Rohstoffe ein, z.B. bei der Fertigung von zahlreichen Bauteilen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.verbraucherministerium.de und www.bio-energie.de

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 121 vom 2004-06-02.

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