28 Oktober 2004

Künast: Biokraftstoffe schaffen Perspektiven für ländliche Räume

Kabinett beschließt Kraftstoffstrategie

Bundesverbraucherministerin Renate Künast begrüßt die heute im Kabinett beschlossene “Strategie der Bundesregierung zu Alternativen Kraftstoffen und Antriebstechnologien”: “In der Strategie wurden Biokraftstoffe als wichtige Alternative zu fossilen Kraftstoffen verankert. Es wird klargestellt, dass neben Biodiesel und Bioethanol besonders Kraftstoffe aus Biomasse (Biomass to Liquid – BTL) zu Versorgungssicherheit und Klimaschutz beitragen und neue Perspektiven für die ländlichen Räume schaffen. Gleichzeitig sind Biokraftstoffe dabei, sich als echte Alternative zum Öl zu etablieren.” so Künast heute in Berlin.

“Die Kraftstoffstrategie bestätigt die Anstrengungen meines Hauses, Biokraftstoffe voranzubringen. Hier liegen große Chancen”, so Künast. “Für die Landwirtschaft bieten Kraftstoffe aus Biomasse neue Einkommensquellen. Aber auch für die Forstwirtschaft können sich, zum Beispiel durch die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen aus Biomasse, zusätzliche Optionen für die Vermarktung von Holz eröffnen. Dies gilt vor allem für die bisher schwer absetzbaren Holzpotenziale aus Rest- und Durchforstungsholz.”

Die Kraftstoffstrategie ist Teil des Fortschrittsberichts zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Dabei wird kurz- und mittelfristig Biodiesel und Bioethanol das größte Mengenpotenzial unter den erneuerbaren Kraftstoffen  zuerkannt. Beimischung zu Diesel und die Verwendung als Oktanzahlverbesserer bei Benzin bieten zusätzliche Potenziale.

Ab 2010 könnten dann, abhängig von den Ergebnissen der jetzt laufenden Analysen, BTL-Kraftstoffe an Bedeutung gewinnen. So werden in der Strategie BTL-Kraftstoffe als besonders aussichtsreiche alternative Kraftstoffe identifiziert. Forschung, Entwicklung und Demonstration zu BTL-Kraftstoffen wird eine hohe Priorität beigemessen, um diese Kraftstoffe möglichst schnell zur Marktreife zu bringen.

(Vgl. Meldung vom 2004-10-06.)

Source: BMVEL-Pressemitteilung Nr. 291 vom 2004-10-27.

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