11 Juli 2007

Kroatien: 14,1 Cent/kWh für Biogasstrom

Seit Juli attraktive Energie-Einspeisevergütungen

Seit 1. Juli 2007 gelten in Kroatien neue Einspeisevergütungen für Ökostromanlagen. Nach Berechnungen der Österreichischen Energieagentur werden die nunmehr sehr günstigen Rahmenbedingungen Investitionen von etwa 1 Mrd. Euro auslösen.

Als Mitveranstalter des von der Außenhandelsstelle Zagreb am 3. Juli organisierten Symposiums “Energie: Alternativen, Potentiale, Möglichkeiten” zeigte sich Herbert Lechner, der stellvertretende Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, bei seinem Referat beeindruckt: “Die neu verordneten Einspeisetarife in Kroatien liegen teilweise höher als jene Vergütungen, die in Österreich zwischen 2003 und 2005 zu einem auch im internationalen Vergleich raschen Ausbau bei Wind, Biomasse sowie Biogas geführt haben”. So erhält beispielsweise eine Neuanlage mit einer elektrischen Leistung von 1 MW im Vergleich zur 2007 in Österreich geltenden Regelung (Werte in Klammer) auf Basis Windkraftanlagen in Kroatien 8,8 t/kWh (7,55 Cent/kWh), Biogasanlagen 14,1 Cent/kWh (11,3 Cent/kWh) und Kleinwasserkraftwerke 9,4 Cent/kWh (5,3 Cent/kWh).

Mit diesen neuen Rahmenbedingungen folgt Kroatien den Intentionen der EU zum Ausbau der erneuerbaren Energieträger. Bis 2010 soll der Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung am Stromverbrauch Kroatiens von derzeit unter 1% auf 5,8% steigen. Die Einspeisevergütungen erhalten Projekte, bis die Zielmarke von 5,8% erreicht ist. Die Garantiedauer der Tarifzahlung beträgt 12 Jahre. Fast 200 Teilnehmer am Symposium manifestierten das hohe Interesse, und die Vielzahl der anschließend diskutierten Projekte lassen einen raschen Ausbau erwarten.

Österreich war auch im Jahr 2006 mit einem Anteil von rund 20% der größte Auslandsinvestor in Kroatien. “Österreichische Planer, Lieferanten und Investoren haben auch bei der Realisierung von Ökostromprojekten exzellente Chancen”, ist Lechner überzeugt. “Man ist gewohnt, mit Österreich zu kooperieren. Die Zusammenarbeit ist besonders bei Biomasse und Biogas gefragt, wo unser Know-how bekannt gut und umfassend ist”, so Lechner.

Die Österreichische Energieagentur informiert unter www.enercee.net über die Energiemärkte in Südost- und Osteuropa. Dieses Service wird vom Lebensministerium finanziert.

(Vgl. Meldungen vom 2005-09-15, 2006-07-19 und 2005-08-19.)

Source: Österreichische Energieagentur, Preessemitteilung, 2007-07-06.

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