5 August 2005

Kritik an Test von Pelletsheizungen

Stiftung Warentest berichtet in seinem neuen Test-Heft über zehn geprüfte Holzpellets-Zentralheizungen

Stiftung Warentest hat zehn Holzpellets-Zentralheizungen mit Nennleistungen von 15 Kilowatt getestet und die Ergebnisse in der Augustausgabe ihrer Zeitschrift veröffentlicht. Drei Pelletsanlagen haben das Qualitätsurteil “gut” erhalten. Sechs Systeme hat Stiftung Warentest mit “befriedigend” bewertet, eine mit “ausreichend”. Im Fokus der von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) finanziell unterstützten Prüfung standen die Energieausnutzung, die Sicherheit und Verarbeitung der Heizkessel sowie die Handhabung und die Umwelteigenschaften.

“Für die Verbraucher zeigen die Prüfergebnisse, dass Pelletsheizungen eine gute und umweltfreundliche Alternative zu Öl- und Gasheizungen darstellen”, lautet das FNR-Fazit. Allerdings müssten die Hersteller von Pelletsheizungen ihre Produkte weiter entwickeln und die Betriebs- und Montageanleitungen verbessern.

Kritisch gegenüber den Bewertungskriterien äußerte sich die Rhön-Hessen-Forstconsulting GbR, Lieferant von Holzpellets. Einen Pelletskessel in Sachen Umweltbelastung mit befriedigend oder ausreichend zu bewerten, weil er Strom benötigt, sei grotesk. “Wenn dann doch wenigstens ein Hinweis gekommen wäre, dass ein schlechter Pelletkessel immer noch besser ist als ein guter Ölkessel – zumindest für die Umwelt”, kritisiert das Unternehmen. “Denkt man die Bewertungskriterien der Warentester konsequent zu Ende, dürfte in einem kommenden Test für Öl- und Gaskessel keines der geprüften Geräte über die Note mangelhaft herauskommen, allein deswegen, weil die Kessel Öl oder Gas verbrennen.”

(Vgl. Meldung vom 2005-08-02.)

Source: DGS-Newsletter vom 2005-08-04.

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