10 April 2003

Krapp: Anbau und Ernte sowie Aspekte zu Produktlinienentwicklungen mit Pflanzenfarbstoffen

Eine Nutzung der Krappwurzel zur Farbstoffgewinnung setzt einen mehrjährigen Anbau der Pflanze voraus. Aus dem Fördervorhaben des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft; (Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. Gülzow, FKZ: 95 NR 148 II) „Anbau, Ernte und Nacherntebehandlung von Färberpflanzen“ werden von den Autoren der Landesanstalt für Landwirtschaft des Landes Brandenburg (Abteilung Acker- und Pflanzenbau Güterfelde) Ergebnisse zum Produktionsverfahren Krapp sowie einige Aspekte zum Aufbau von Produktlinien, in denen Pflanzenfarbstoffextrakte zum Einsatz kommen, vorgestellt. Der Beitrag aus 12/2001 enthält viele wichtige Informationen über den Naturfarbstoff sowie zahlreiche Tabellen und Grafiken. Das ausführliche Protokoll der Ergebnisse steht hier im PDF-Format (184 KB) zum Download bereit.

Die wichtigsten Eckdaten zum Thema haben die Autoren außerdem in einem Übersichts-Faltblatt verfasst, das ebenfalls hier als PDF (Achtung: 1 MB) geladen werden kann.

(Vgl. Meldung vom 2001-11-28.)

Marktakzeptanz von pflanzengefärbten Textilien

02/2003 – Autoren: Dr. Lothar Adam (LVL Brandenburg, Ref. Acker- und Pflanzenbau Güterfelde); Ulrike Herrmann (HMW Markt- & Wirtschaftsforschung, Dabendorf)

Ziel von Marktakzeptanzrecherchen war es, schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Forschung* auch die Meinungen, Stimmungsbilder, Akzeptanzen, Kaufhemmnisse, Kaufmotive sowie Ansprüche und Erwartungshaltungen der Markt und Verbraucherseite zu pflanzengefärbten Textilien zu eruieren und ihre fachspezifischen Hinweise für eine erfolgreiche Vermarktung der Produktinnovationen in die Produkte einfließen zu lassen.

Im Rahmen einer durchgeführten Expertendiskussion wurde u.a. eine Musterkollektion der Fa. Spremberger Tuche vorgestellt, um eine kollektionsbezogene Experteneinschätzung zu ermöglichen und auf dieser Basis konkrete Hinweise für eine ausgeprägte Kundenorientierung und ein erfolgreiches Marketing pflanzengefärbter Textilien aus Brandenburg zu gewinnen. In die Expertendiskussion wurden Entscheider aus dem Textilfachhandel der Bereiche Raumausstattung, Innenarchitektur, Damen- und Kinderoberbekleidung und eine Designstudentin der Hochschule der Künste Berlin sowie Verbraucher aus Berlin und Brandenburg eingeladen.

Anlässlich der BUGA Potsdam 2001 erfolgte eine Befragung von Besuchern sowie von Fachteilnehmern des Symposiums „Naturfarben – Chancen für Produktinnovationen“

Der Anbau von Färberpflanzen wird erfolgreich sein, wenn die Produkt – und Vermarktungsstrategie zukünftig konsequent realisiert wird.
Dazu zählen insbesondere:

  • Weitere Marktstudien zu Zielgruppenorientierung, Warenkunde und Verkaufsargumenten
  • Entwicklung einer Dachmarke
  • Entwicklung eines Marketingkonzeptes inkl. Der Aufklärungskampagne zur Bewusstseinsförderung und Umorientierung
  • Einführung der Marke
  • Positionierung und Festigung der Marke

*s.o.: Fördervorhaben der FNR Gülzow, FKZ 95 NR 148-II des Landesamtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft Brandenburg

(Vgl. Meldung vom 2002-08-15.)

(Anm. d. Redaktion: Einen ausführlichen Artikel zum Thema Färberpflanzen („Eine ganz natürliche Liaison“) von Dierk Jensen findet man ebenfalls im Magazin energie pflanzen Ausgabe 4/2002).

Source: Dokumentenübersendung sowie persönliche Mitteilungen von Dr. Adam vom 2003-04-09.

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