16 Dezember 2004

Kraftstoff aus Biomasse – Drei Bundesländer und die VW AG kooperieren

Förderung des Zukunftsprojekts mit 242.000,- EUR

Die Vereinbarung zwischen den Ländern Niedersachsen, Brandenburg und Hessen und der Volkswagen AG über die synthetische Herstellung von Kraftstoffen aus Biomasse (Sunfuel® Strategie) trägt erste Früchte. Die drei Bundesländer und die VW AG haben eine enge wissenschaftlich technische Zusammenarbeit zur Entwicklung und Einführung dieses biogenen Kraftstoffes verabredet.

Im Rahmen des Gemeinschaftsforschungsprojektes SUNREG fördert das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium in zwei Querschnittsprojekten gemeinsam mit Brandenburg und VW Modelle zur technischen, sozioökonomischen und ökologischen Bewertung von Biomassebereitstellungssystemen zur Herstellung von SunFuel, am Beispiel ausgewählter Regionen in Niedersachsen und Brandenburg.

Die Projekte werden jeweils von der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit dem Leibnitz-Institut für Agrartechnik Bornim e. V. (ATB) in Brandenburg und dem Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe NaRo.Net durchgeführt.

Projektziele sind dabei die Analyse der Modellregionen und Ermittlung verfahrenstechnischer, pflanzenbaulicher und betriebswirtschaftlicher Parameter für die standortbezogene Energielandwirtschaft und für konkurrierende Produktionsrichtungen.

Auch Untersuchungen zur Ertragsleistung von Energiepflanzen- und Energiepflanzenfruchtfolgen stehen auf dem Programm.

“Die Zusammenarbeit mit Brandenburg und der Volkswagen AG schafft viele Synergien”, so Minister Ehlen. “Für die Land- und Forstwirtschaft stehen neben der Biomasseproduktion auf verschiedenen Standorten die Ernte und die Biomasselogistik im Blickpunkt. Dabei geht es auch um neue Ackerbaumethoden, neue Energiepflanzen oder Konservierungsfragen. Die Landwirtschaft Niedersachsens bringt ihre große Fachkompetenz und ihr Versuchswesen in diese Zusammenarbeit ein.” Für beide Projekte wurden insgesamt 242.000,- EUR Landesmittel zur Verfügung gestellt.

Source: Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 2004-12-16.

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