27 November 2003

Kooperation zur Energieholz-Forschung: Strom und Wärme aus dem Wald

Biomasse hat in Brandenburg den größten Anteil bei den erneuerbaren Energien. Neben den Umweltvorteilen werden auch die Marktchancen positiv eingeschätzt. Insbesondere aus Brandenburgs Wäldern können sich vielfältige Möglichkeiten zur energetischen Nutzung von Holz aus der Waldpflege ergeben. Zu Fragen der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit wurden am 21.11.2003 in der Waldarbeiterschule Kunsterspring (Ostprignitz-Ruppin) eine Forschungsvereinbarung zwischen der Fachhochschule Eberswalde, der Landesforstanstalt Eberswalde, den Ämtern für Forstwirtschaft Templin und Alt Ruppin und der Firma Energieholz Dr. Falk Brune unterzeichnet.

Die Landesforstanstalt Eberswalde soll im Rahmen des Projekts “Regenerative Energie aus Biomasse” ein Konzept für die Landesforstverwaltung entwickeln, um Verfahren für die Gewinnung von Energieholz in Brandenburg zu optimieren. Weiterhin sollen Nutzungspotenziale ermittelt und Auswirkungen des erhöhten Biomasseentzugs auf Waldböden untersucht werden.

Für eine nachhaltige Forstwirtschaft ist gerade die notwendige Waldpflege in jungen Beständen nicht kostendeckend. Darum werden auf ausgewählten landeseigenen Waldflächen rund um Templin und Alt Ruppin Praxisversuche zur energetischen Verwertung des Durchforstungsholzes durchgeführt. Das anfallende Holz wird noch im Wald maschinell zerkleinert, um es als Hackschnitzel in Holzkraftwerken oder privaten Holzheizungen für Wärme und Strom nutzen zu können.

Insgesamt acht größere Anlagen produzieren in Brandenburg bereits Strom und Wärme aus Holz. So ist in der Waldstadt Eberswalde seit 1999 für die Fachhochschule und die Forstinstitute ein Holzheizkraftwerk in Betrieb. Ab 2005 soll ein weiteres Holzkraftwerk im Eberswalder Binnenhafen ökologischen Strom mit einer Leistung von 160.000 Megawattstunden erzeugen. Damit könnte der Strombedarf aller privaten Haushalte in Eberswalde gedeckt werden. Holz hat zur Zeit in Brandenburg einen Anteil von rund 3 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

© www.holz.de 2003

Source: www.holz.de vom 2003-11-26.

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