18 Juni 2007

Kontinuierliche Trockenfermentation auch für Energiepflanzen

FNR fördert Forschungskooperation

Mit neuartigen Methoden zur Biogaserzeugung befasst sich ein Forschungsprojekt, an dem die Fachhochschule Gießen-Friedberg beteiligt ist. Es trägt den Titel “Einsatz und Optimierung von kontinuierlich arbeitenden Verfahren zur Trockenvergärung von Energiepflanzen”. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) fördert die Arbeiten mit insgesamt rund 300.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

0706-TF.jpgAn der FH ist das Labor für Siedlungswasserwirtschaft und anaerobe Verfahrenstechnik unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Theilen in das Forschungsvorhaben eingebunden, das eine Laufzeit von zwei Jahren hat. Prof. Theilens Team arbeitet dabei eng mit der Ingenieurgesellschaft Witzenhausen Fricke & Turk GmbH zusammen. Ziel des Projekts ist es, kontinuierlich betriebene Trockenfermentationsverfahren zu erproben, die bei der Gewinnung von Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz kommen. Dabei geht es vor allem um Vergärungsprozesse bei Temperaturen zwischen 50 und 55 Grad Celsius. Die labortechnischen Untersuchungen an der FH sollen Erkenntnisse darüber bringen, wie sich die Leistungsfähigkeit dieser Verfahren zur Biogaserzeugung steigern lässt. Außerdem soll dadurch die Tauglichkeit von bisher noch nicht verwendeten Substraten nachgewiesen werden.

Im Rahmen der Forschungskooperation, an der sich auch der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Kassel, die Linde-KCA-Dresden GmbH und das Leichtweiß-Institut, Abteilung für Abfallwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig beteiligen, trafen jetzt die Projektpartner und weitere Fachleute aus Unternehmen und Hochschulen an der FH in Gießen zusammen. Ziel des Symposions war es, den Informationsaustausch zu intensivieren und das künftige Vorgehen zu koordinieren. Bei der Begrüßung machte Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin deutlich, dass Initiativen auf dem Gebiet der Energietechnik und Biomassenutzung im Forschungsspektrum der FH Gießen-Friedberg einen Schwerpunkt bilden. In diesem Zusammenhang kündigte er die Gründung eines “Kompetenzzentrums Energie” an der Fachhochschule an.

Beim fachlichen Erfahrungsaustausch während des Symposiums konnten viele neue Ansätze konkretisiert werden, die sich positiv auf den Fortgang der laufenden Forschungsarbeiten auswirken werden. Außerdem einigten sich die Teilnehmer darauf, die Technologie zur Gewinnung von Biogas durch zusätzliche Forschungsprojekte weiterzuentwickeln, bei denen die Kompetenzen der einzelnen Institute gebündelt werden sollen.

Eine Kurzbeschreibung des Vorhabens steht hier auf den Internetseiten der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.

(Vgl. Meldungen vom 20070114-01 und 20060815-03.)

Source: Fachhochschule Gießen, Pressemitteilung, 2007-06-18.

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