4 Juni 2004

Kompostierbarkeitszeichen Label des Monats Mai!

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. zeichnet das Kompostierbarkeitszeichen als Label des Monats aus

Ob für Verpackungen, Baumaterialien oder Haushaltswaren – der Einsatz von Kunststoffen ist vielfältig. Nach ihrer Verwendung landen die oft sehr kurzlebigen Produkte auf dem Müll und verschmutzen die Umwelt. Eine ökologische Alternative bieten Produkte aus Bio-Kunststoffen. Sie sind durch das Kompostierbarkeitszeichen gekennzeichnet. Die VERBRAUCHER INITIATIVE zeichnet das Kompostierbarkeitszeichen jetzt als Label des Monats aus.

“Bio-Kunststoffe sind so genannte biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW), zu deren Herstellung nachwachsende Rohstoffe wie Stärke, Zucker oder Pflanzenöle sowie fossile Rohstoffe, z.B. Erdöl, verwendet werden”, so Heike Dickhut, Referentin der VERBRAUCHER INITIATIVE. Auf Grund des kunststoffähnlichen Erscheinungsbildes lassen sich Produkte aus BAW nicht ohne weiteres von konventionellen Kunststoffprodukten unterscheiden. Im Gegensatz zu diesen sind sie aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Zusammensetzung zersetzbar, z.B. durch Pilze und Bakterien, und damit vollständig biologisch abbaubar. Außerdem werden sie überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

Zur Identifizierung und zur Sicherstellung der Kompostierbarkeit von Produkten aus biologisch abbaubaren Werkstoffen hat die Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V. (IBAW) zusammen mit DIN CERTCO das Kompostierbarkeitszeichen entwickelt. Die damit gekennzeichneten Produkte bestehen zu 100 Prozent aus biologisch abbaubaren Werkstoffen. Sie müssen innerhalb von sechs bis zwölf Wochen in der Kompostierungsanlage vollständig zerfallen. In einer chemischen Prüfung wird sichergestellt, dass durch den Abbau weder organische Schadstoffe noch Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber in den Boden gelangen. Zudem wird anhand eines Pflanzenverträglichkeitstests die Kompostqualität überprüft. Alle Werkstoffe, die für die Herstellung von Produkten aus Bio-Kunststoffen eingesetzt werden dürfen, sind in einer Positivliste registriert.

“Das Kompostierbarkeitszeichen bietet durch die Möglichkeit der Wiederverwertung bzw. der Entsorgung durch Kompostierung der Bio-Kunststoffe einen glaubwürdigen Beitrag zur Verminderung des Abfallaufkommens”, so Heike Dickhut.

(Vgl. Meldung vom 2004-01-26.)

Source: Label-online-Newsletter vom 2004-06-03.

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