27 November 2006

Kompetenz-Netzwerk Kraftstoffe der Zukunft: Studie “Synthetische Kraftstoffe aus Biomasse” veröffentlicht

Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist im Rahmen ihrer politischen Gestaltungsmöglichkeiten bemüht, eine Diversifizierung des Kraftstoffmarktes zu erreichen. Dabei werden die Kraftstoffstrategien des Bundes und die einschlägigen EU-Richtlinien berücksichtigt.

Im Fokus des Interesses stehen zukunftsfähige Kraftstoffe. Diese können fossilen Ursprungs oder aber biogenen Ursprungs sein. Zukunftsfähige Kraftstoffe bieten einen realistischen Ansatz, die Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern und damit die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Deshalb wurde schon frühzeitig vom NRW-Wirtschaftsministerium die Studie “Synthetische Kraftstoffe auf Biomassebasis” auf den Weg gebracht, um die Realisierungsmöglichkeiten der so genannten “Kraftstoffe der zweiten Generation” für NRW zu evaluieren und um die Technologie- und Standortpotentiale, die NRW auf diesem Gebiet hat, aufzuzeigen. Durchgeführt wurde diese Studie vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem Forschungszentrum Jülich.

Ergebnisse der Studie

1. Die Produktion von synthetischen Kraftstoffen aus Biomasse, spez. BTL, ist in NRW prinzipiell realisierbar. Es handelt sich bei BTL um einen flüssigen Kraftstoff, der gut in die bestehende Infrastruktur passt und Umweltvorteile (CO2- und Klimabilanz) gegenüber dem fossilen Dieselkraftstoff besitzt.

Produktionsverfahren analog Choren und zwei anderen Prozessen, die in NRW entwickelt wurden, sind simuliert worden hinsichtlich Wirkungsgraden, Emissionen und Kosten. Da die Betriebskosten einer BTL-Anlage in einem großen Umfang von den Kosten der Biomasse abhängen, ist die Mobilisierung und die Logistik der Biomasse für eine BTL-Anlage ein entscheidender Punkt. Biomasseversorgung erfolgt über einen Mix aus Holz und Stroh. Die begrenzte Ressource Biomasse unterliegt generell einer großen Nutzungskonkurrenz.

2. Die Akteure in NRW haben das Know-how , die entscheidenden Komponenten für eine BTL-Anlage zuzuliefern oder zu entwickeln. Die Einbindung in konkrete Projekte ist von Bedeutung.

3. NRW bietet die Infrastruktur für eine BTL-Anlage in Form von Gewerbegebieten wie z.B. Chemieparks als mögliche Anlagenstandorte und in Form der Logistik (Eisenbahn, Wasserstraße und Pipelines). Die Gesamtausgabe der Studie “Synthetische Kraftstoffe auf Biomassebasis” können Sie gerne bei den unten genannten Ansprechpartnern und beim Kompetenz-Netzwerk Kraftstoffe der Zukunft anfordern.

Die Kurzzusammenfassung der Studie finden Sie hier (144 KB).

Kontakt
Dr.-Ing. Frank Köster
Kompetenz-Netzwerk Kraftstoffe der Zukunft
c/o Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.
Munscheidstr. 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: (02 09) 1 67-2811
FAX: (02 09) 1 67-2822
Mobil: (01 72) 2 31 57 25
E-mail: koester@energieland.nrw.de

Source: energieland NRW vom 2006-11-25.

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