28 April 2010

Ökodesign-Wettbewerb “Holz-sucht-Kopf”: ForestFinance kürte Sieger auf der Invest

Nominiert waren Designobjekte aus Holz der ersten Ernte

Unter dem Motto “Holz-sucht-Kopf” veranstaltete der Bonner Waldinvestment-Anbieter ForestFinance einen Ökodesign-Wettbewerb und suchte kreative, umweltbewusste Designer. Das Holz der ersten Ernte ist für das Unternehmen ein Meilenstein und daraus sollte dementsprechend etwas Besonderes entstehen.

Deutschlandweit wetteiferten Gestalter um die beste Ökodesign-Idee aus diesem Edelholz. Auf der Fachmesse Invest in Stuttgart wurden am vergangenen Freitag die beiden Gewinner gekürt: Johannes Rave und David Laudert mit ihrem Entwurf eines Segelstuhls.

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D. Laudert

Die Gewinner des Wettbewerbs
Johannes Rave und David Laudert überzeugten die Jury mit ihrem Segelstuhl-Entwurf. Auf der Stuttgarter Messe Invest konnten sie dafür ihren Preis entgegennehmen: einen Gutschein über eine Reise nach Panama. Die glücklichen Gewinner studieren beide im sechsten Semester Industrial Design an der Hochschule Pforzheim. Der Entwurf der jungen Designer wurde aus zahlreichen Einsendungen von einer Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Design, Forst- und Umweltpolitik sowie Holzwirtschaft und ForestFinance-Geschäftsführer Harry Assenmacher, als eindrucksvollster bewertet. Die feierliche Preisverleihung wurde von Frau Prof. Dr. Ludin, Professorin an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und Jurymitglied, geleitet. Weitere Mitglieder der Jury waren: Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer Forest Stewardship Council Deutschland (Forest Stewartship Council (FSC), Hauke Jeske, Leiter der Arbeitsgruppe Holzanatomie und Pathologie an der TU München sowie Günter Horntrich, Professor für Ökologie und Design an der Kölner International School of Design.

Harry Assenmacher zeigte sich begeistert und lobte die Kreation der beiden Studenten: “Dieser Stuhl erinnert mit seinen Bögen an die Brücken Panamas, die Nord- und Südamerika verbinden. Ich finde den Entwurf elegant, von einer beeindruckenden Leichtigkeit und voller Schwung. Einfach pfiffig. Wir freuen uns, dass ForestFinance einen solchen Entwurf prämieren kann und werden mit Sicherheit einen geeigneten Produzenten dafür finden.”

Zum Hintergrund des Wettbewerbs
Die ForestFinance Gruppe ist auf ökologische und nachhaltige Waldinvestments spezialisiert. 2010 hat das Unternehmen nun erste Erlöse aus Durchforstung der Waldflächen in Panama an die Kunden ausgezahlt. Beim Prozess der Durchforstung werden schwächere Bäume aus dem Forst geholt, um den verbleibenden Bäumen mehr Platz, Licht und somit einen stärkeren Volumenzuwachs zu ermöglichen. Aus diesem ersten Holz sollte etwas Besonderes geschaffen werden und so wurde das 10 bis 15 Jahre alte Durchforstungsholz zum Arbeitsmaterial des Design-Wettbewerbs. Die Teilnehmer konnten dabei zwischen den Rohstoffen Amarillo, Teak und Zapatero wählen oder auch einen Entwurf aus der Kombination dieser Holzarten gestalten.

Was ist Ökodesign?
Ökodesign verarbeitet so wenig Material wie nötig und bevorzugt wiederverwendete oder wiederverwertbare, einheimische wie umweltfreundliche Stoffe. Neben energiesparenden Verarbeitungstechniken spielt der Faktor Langlebigkeit eine tragende Rolle. Erreicht wird diese durch Vermeidung von Verschleiß, zeitlose Gestaltung, Modeunabhängigkeit und Reparaturmöglichkeiten. War Ökodesign vor einigen Jahren noch die Idee von einigen wenigen, gibt es heute dazu amtliche Regelungen und Definitionen. In sogenannten Produktnormen werden immer mehr Ökodesign-Grundsätze verankert, woran sich auch die EU beteiligt. Seit Oktober 2009 gibt es in den Ländern der Europäischen Union eine neue Richtlinie für Ökodesign.

Source: Umweltjournal.de, 2010-04-27.

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