12 Oktober 2012

Klimaschutzwirkung von Produkten aus Biokunststoffen bestätigt

Handlungsbedarf beim Pflanzenanbau

NatureWorks, der erste Hersteller von Biokunststoffen im Weltmaßstab, sieht in der neuesten Studie des Umweltbundesamtes zu Biokunststoffen eine Bestätigung seiner Klimaschutz- und Ressourcenschutzstrategie. Für das Unternehmen sind Kunststoffe aus pflanzlichen Rohstoffen anstatt aus Erdöl ein effektives Instrument, um die CO2-Belastung von Produkten weiter zu reduzieren und im Rahmen der Ressourcenschutzpolitik eines Unternehmens fossile Rohstoffe einzusparen. Das Umweltbundesamt bestätigte Anfang dieser Woche auf Basis einer Studie des IFEU-Instituts, dass der CO2-Ausstoß von Biokunststoffen geringer ausfalle als bei herkömmlichen Kunststoffverpackungen, ebenso der Verbrauch von Erdöl. Klima- und Energiebilanzen zu Ingeo, dem Biokunststoff von NatureWorks, beweisen diese Tendenz ebenfalls: Bis zur Stufe der Granulatherstellung verursachen Ingeo-PLA-Polymere bis zu 60 Prozent weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Massenkunststoffen.

Gleichzeitig verwies das UBA jetzt auf negative ökologische Auswirkungen beim Pflanzenanbau für Biokunststoffe. NatureWorks hat diese Herausforderungen bereits in einem Multi-Stakeholder-Prozess aufgenommen: Die beiden neuen Zertifizierungssysteme ISSC PLUS und das amerikanische Working Landscapes Certificate bestätigen einen nachhaltigeren Anbau nachwachsender Rohstoffe und fordern die Einhaltung von Kriterien wie keine künstliche Bewässerung in Dürregebieten, strenge Anforderungen an den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder keine Gentechnik. Außerdem verfolgt das Unternehmen seit längerem sehr genau Entwicklungen des Einsatzes pflanzlicher Reststoffe – wie jetzt vom UBA empfohlen.

Weiter ist NatureWorks an einem Recyclingprojekt in Deutschland beteiligt, das zeigen soll, dass Produkte aus dem Ingeo-Polymer aufgrund seines spezifischen Infrarotspektrums aussortiert und werkstofflich recycelt werden können. Dies wäre ein zusätzliches Instrument, um landwirtschaftliche Belastungen zu verringern und die Klima- und Energiebilanz von Biopolymeren weiter zu verbessern.

An der jetzt vom UBA veröffentlichten Studie vermisst NatureWorks eine differenziertere Betrachtung der Förderung von Erdöl: “Ökobilanzen für Biokunststoffe betrachten die feinsten Details und alle Umweltauswirkungen, vom Anbau der Pflanzen bis zum Endprodukt – was wir auch für richtig erachten”, sagt Mark Vergauwen, Commercial Director Europe bei NatureWorks. “Aber für einen fairen Vergleich mit herkömmlichen Kunststoffen müssten die Umweltauswirkungen der Erdölförderung, die in immer sensiblere Ökosysteme vorstößt, stärker bewertet werden. Ansonsten erweisen sich Ökobilanzen als ein Instrument, das Innovationen behindert und keine Visionen und Technologien fördert, die die Abhängigkeit vom Öl verringern”.

Kontakte
Mark Vergauwen, NatureWorks LLC
Telefon: 0032 4757 61691
Email: Mark_Vergauwen@natureworkspla.com

Dr. Martin Lichtl, .lichtl Ethics & Brands GmbH
Telefon: 06192 975 92 822
Email: lichtl@lichtl.com

Source: Lichtl, Pressemitteilung, 2012-10-12.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email