19 April 2004

Kein Bioethanol aus Radeburg!

Stadtväter fürchten Verschandelung des Stadtbilds

Damit hatte die Landhandels- und Recycling-Zentrum GmbH aus Neukirchen (LRZ) wirklich nicht gerechnet: .”Der Bebauungsplan, den die Firma vorgelegt hat, steht im Widerspruch zu den Bauvorgaben der Stadt”, so Bürgermeister Dieter Jesse, dem speziell die 25-m-Türme der vorgesehenen Biogasbehälter aufstoßen. Denn man ist stolz in Radeburg, die vorgeschriebene Bauhöhe von 16 m (in Ausnahmefällen 21 m) bislang eingehalten zu haben.

Nach gemeinsamer Besichtigung der Pilotanlage in Neukirchen mit Christfried Herklotz und Jochen May (beide CDU) war klar: “Wir wollen so eine Anlage einfach nicht”, brachte Rüdiger Stannek (PDS) es auf den Punkt. “Der Bürgermeister von Neukirchen teilte mir auf Anfrage mit, dass in der dortigen Anlage in den ersten drei Jahren überschüssiges Gas produziert wurde, das über Ventile in die Luft abgegeben wurde”, fürchtet Jesse um die Sicherheit anliegender Betriebe.

Immerhin räumte Herklotz ein, bei der Besichtigung weder üblen Geruch noch Umweltbeeinträchtigungen wahrgenommen zu haben.

(Vgl. Meldung vom 2003-12-19.)

Source: Sächsische Zeitung vom 2004-04-19.

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