26 August 2008

Katalysator zur effektiven Bioethanolproduktion

NREL und Dow starten Kooperation zur Verdopplung der Ethanolproduktion aus Biomasse

Nach Angaben des Technology Review beginnt das National Renewable Energy Laboratory (NREL) am US-Energieministerium mit Tests eines neuen Katalysematerials von Dow Chemical. Mit diesem Verfahren soll die Ethanol-Produktion aus stark zellulosehaltiger Biomasse deutlich vereinfacht werden und Möglichkeiten eröffnen, mit denen sich aus Holz- und Maisabfällen problemlos Biotreibstoffe herstellen lassen. Das NREL will aus Syngas, einer Mischung aus Wasserstoff und Kohlendioxid, die bei der Vergasung von Biomasse entsteht, mehrere Alkohole herstellen, darunter auch das in Fahrzeugen nutzbare Ethanol.

Der Katalysator auf Basis von auf Molybdänsulfat soll den Syngas-Umwandlungsprozess verbessern und ermöglicht die Steigerung der bislang 230 bis 300 Litern pro Tonne, die mit existierenden biochemischen Fermentierungsanlagen erzielbar sind, auf bis zu 500 Liter, wie Dow-Wissenschaftsstratege Mark Jones angibt.

Dow Chemical interessiert sich weniger für die Produktion von Biosprit für Fahrzeuge, als für die Reduktion der eigenen Erdölabhängigkeit, so Jones. Die petrochemische Industrie verbraucht zwar nur ein Prozent der gesamten Weltölproduktion, doch trotzdem ist sie von den produzierenden Ländern abhängig. “Unser Ziel ist es, unsere Rohstoffposition zu verbessern”, sagt Jones. Ethanol sei beispielsweise ein gutes Vorläufermaterial für Ethylen, das Grundbaustein für viele Chemikalien und Kunststoffe ist. Die Kosten für Öl und Energie verschlingen derzeit etwas weniger als die Hälfte des Dow-Produktionsbudgets. 2007 gab die Firma allein 24 Milliarden Dollar dafür aus.

Source: Technology Review, 2008-08-25.

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