14 September 2020

Kann denn Kunststoff Bio sein?

Biokunststofftool und Sonderheft über den Einsatz von biobasierten Kunststoffen für die Verpackung von Lebensmitteln

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Lebensmittel in Kunststoff-Verpackung. Quelle: ©rufar-stock.adobe.com

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekts „Aktualisierung und notwendige Weiterentwicklung des Biokunststoff-Tools“ hat die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AöL) das Internettool weiterentwickelt und begleitend ein Sonderheft herausgebracht.

Das Biokunststofftool liefert umfangreiche Daten zu den fünf wichtigsten biobasierten Kunststoffen, die für die Herstellung von Verpackungsmaterialien eingesetzt werden. Die gesammelten Daten hat die AöL in vier Kategorien Ökologie, Soziales, Sicherheit und Technik sowie Qualität einsortiert. Eine Ampeleinstufung (grün – gelb – rot) ermöglicht den Nutzer*innen eine Bewertung der Informationen.

Dabei geht es u.a. um die Landnutzung zum Anbau der nachwachsenden Rohstoffe, um Ökobilanzen der biobasierten Kunststoffe, um die der Prozesskette zu Grunde liegende soziale Standards und auch technische Aspekte wie die Migration von Zusatzstoffen. Das Tool richtet sich vor allem an (Bio-)Lebensmittelhersteller, die auf der Suche nach nachhaltigen Verpackungsmaterialien sind. Als Entscheidungshilfe können die fünf biobasierten Kunststoffe in ihrer Bewertung miteinander verglichen werden. In die Entwicklung des Biokunststofftools waren neben Verpackungs- und Lebensmittelhersteller auch Expert*innen aus der Wissenschaft einbezogen.

Ergänzt wird das Internettool durch die Broschüre „Kann denn Kunststoff Bio sein?“, in der 15 Autor*innen aus ihren jeweiligen Blickwinkeln diese Frage beleuchten.

Source: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Pressemitteilung, 2020-09-03.

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