11 September 2007

John Deere: “Schlüsselrolle” für Pflanzenöl im Traktor

EU-Forschungsantrag setzt Fokus auf Einhaltung künftiger Emissionsnormen

Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) berichtet, schätzt der Landmaschinen-Hersteller John Deere reines Pflanzenöl als eine der vielversprechendsten erneuerbaren Treibstoffquellen ein. Insbesondere im landwirtschaftlichen Transportsektor, aber auch für andere landwirtschaftliche Anwendungen sieht das Unternehmen eine Schlüsselrolle für Pflanzenöl. So biete Pflanzenöl neben dem offensichtlichen ökologischen Nutzen ein enormes wirtschaftliches Potenzial im Bereich der Energieproduktion für landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere für dezentrale Zulieferketten oder die Selbstversorgung von Betrieben.

Um landwirtschaftlichen Betrieben die Wechsel von Diesel auf Pflanzenöl zu erleichtern, haben neun Partner aus Industrie und Landwirtschaft und das Niederländische Institut für Standardisierung (NEN) unter der Koordination von John Deere gemeinsam einen Antrag im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission eingereicht.

Aufbauend auf bereits erfolgter Forschung und Entwicklung wollen die Antragsteller mit Rapsölkraftstoff auch zukünftige Emissionsnormen erfüllen. Schwerpunkte liegen dabei auf der Anpassung von Komponenten der Abgasnachbehandlung, die für die Einhaltung der Normen EU Stufe 4 / EURO 6 / US TIER 4 notwendig sind, der weiteren Präzisierung und Definition von Kraftstoffstandards für sowie der Entwicklung von Lösungen für Schmieröle. Zudem solle die Langzeit-Demonstration von Maschinen in der Praxis mehr im Mittelpunkt stehen.

Besondere Unterstützung bekommt das Konsortium durch Absichtserklärungen des polnischen und des österreichischen Landwirtschaftsministers. Beide betonen den möglichen herausragenden Nutzen dieses Biotreibstoff-Projektes und seinen Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft in ländlichen Gebieten.

(Vgl. Meldungen vom 2007-09-06, 2006-03-07, und 2007-02-09.)

Source: Int. Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), 2007-09-04.

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