28 Oktober 2004

Jühnde ist erstes Bioenergie-Dorf in Deutschland

Bürger gründen Genossenschaft

Das erste deutsche Bioenergie-Dorf Jühnde im Landkreis Göttingen ist jetzt offiziell gegründet worden. Die Bürger des Ortes haben mit der Gründung der “Betreibergenossenschaft Jühnde eG” die juristischen Voraussetzungen dafür geschaffen. Ziel ist es, mit Hilfe nachwachsender Rohstoffe eine netzunabhängige Strom- und Wärmeversorgung für das gesamte Dorf aufzubauen. Gleichzeitig sollen damit neue Einkommensquellen für Land- und Forstwirte entstehen.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert das Projekt mit 100.000 Euro. Der Bund hat eine Förderung von 1,32 Mio. Euro zugesagt. Mit dem Geld solle die Steuerungstechnik der Biogasanlage und des Biomasse-Heizwerkes finanziert werden. Spätestens im Jahr 2006 will sich das Dorf von den steigenden Öl- und Gaspreisen abkoppeln. Kernstücke der dörflichen Energieversorgung werden eine Biogasanlage, die ein Blockheizkraftwerk mit Generatoren antreiben wird, sowie ein Hackschnitzelheizwerk, welches bereits im kommenden Winter für Wärme sorgen soll.

(Vgl. Meldung vom 2004-09-17.)

Source: www.infoholz.de vom 2004-10-28.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email