6 Juli 2005

Japan: Großes Interesse an österreichischer Biomassetechnologie

Kopetz: Zusammenarbeit weiter forcieren

“Japan hat großes Interesse an österreichischem Know-how und österreichischer Technologie zur energetischen Nutzung der Biomasse”, zieht Heinz Kopetz, Vorsitzender des österreichischen Biomasseverbandes, eine erste Zwischenbilanz über seine Vortragsreise nach Japan. Mehrere Vertreter der österreichischen Bioenergiebranche wurden diese Woche von der japanischen Regierung zu einer Exkursion in den westlichen Teil Japans, in die Region Shimane, eingeladen.

Anlässlich eines Vortrages an der Universität von Shimane betonte Kopetz, es sei “notwendig, das Energiesystem weltweit auf erneuerbare Energiequellen umzustellen”. In hoch entwickelten Ländern wie Japan komme dabei der Biomasse eine wichtige Aufgabe zu. “In jenen Regionen Japans, die hinsichtlich Topografie und Bewaldung Ähnlichkeiten mit Österreich aufweisen, erscheint die Zusammenarbeit zwischen japanischen und österreichischen Fachleuten besonders Erfolg versprechend”, so Kopetz. Die Alpenrepublik könne dabei die 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung moderner Technologien und effizienter Organisationsformen zur Nutzung der Biomasse einbringen.

Exportchancen für österreichische Technologie

“Aus diesen Kontakten ergeben sich interessante Möglichkeiten für österreichische Exporte”, betont Kopetz. Von besonderem Interesse für den japanischen Markt sei die Wärmeversorgung und die kombinierte Strom- und Wärmeversorgung aus Biomasse in kleinen Anlagen. Angesichts der internationalen Marktchancen für österreichische Technologien sei es besonders bedauerlich, dass die fehlende Verordnung für Einspeistarife aus Wind und Biomasse die Entwicklung auf diesem Gebiet in Österreich bremst.

Die Gespräche mit japanischen Experten zeigen laut Kopetz, dass das Interesse an moderner Nutzung der Biomasse als Energieträger, wie diese in Österreich entwickelt wurde, weltweit zunimmt. “Diese führende Position wird Österreich umso eher behaupten, je besser die Rahmenbedingungen im Inland die Entwicklung neuer Technologien und ihre Vermarktung begünstigen”, gibt der Biomasse-Experte zu bedenken.

Source: AIZ.info vom 2005-07-06.

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