7 Juni 2002

Ist Biodieselwerk in Malchin zu finanzieren?

Interessen der Landwirte werden in Politikerdebatten ausgespielt

Das von Landwirten geplante Vorhaben, ein Biodieselwerk in Malchin zu errichten, droht zu kippen, wenn sich nicht bald Lösungen zur Finanzierung zeigen. SPD-Landtagsabgeordnete Ute Schildt, die das Schweriner Finanzministerium um Unterstützung bei den Verhandlungen mit den Banken bitten will, wies hiermit die Vorwürfe des CDU-Kreistagsabgeordneten Horst Beerbaum zurück, der pauschal eine mangelhafte Unterstützung durch das Land kritisierte. Nach Beerbaum stünden drei Viertel der benötigten Mittel bereit, während das Land die für die Restinvestition erforderliche Landesbürgschaft nicht leisten wolle.

Dem setzte Ute Schildt eine anderslautende Erklärung entgegen: Mit 50 Prozent Förderung habe die Landesregierung das Projekt nach Kräften unterstützt – wenn hiermit und einem derart hohen Eigenkapital-Anteil ein mangelnder Wille zu beklagen sei, dann allenfalls bei den geforderten Banken und nicht in der Politik.

Es bleibt zu hoffen, dass sich für die ohnehin durch schon mehrfach voran gegangene Konzernpleiten und den Nitrofenskandal gebeutelte Wirtschaftsstruktur der Region bald eine Finanzierungslösung für das geplante Werk findet.

(Vgl. auch Meldung vom 2001-05-11.)

Source: www.nordkurier.de vom 2002-06-06.

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