25 Juni 2002

Internationales Fachgespräch der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP)

Delegationen aus Schweden, Dänemark, Finnland und Litauen waren der Einladung der UFOP nach Regensburg, zu einem Fachgespräch mit anschließendem Besuch der DLG-Feldtage am 19. und 20. Juni 2002 gefolgt. Der UFOP-Vorsitzende Dr. Klaus Kliem erklärte zur Begrüßung, dass die schon traditionellen Treffen mit den Erzeugervertretern der skandinavischen Staaten schrittweise um die Vertreter der osteuropäischen Beitrittsländer erweitert werden.

Ziel dieser Kontakte ist es, mit den Gästen einen Erfahrungsaustausch über die Schwerpunktbereiche

  • Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion
  • Entwicklung bei Biodiesel, Pflanzenöl und Raps-Speiseöl
  • Agrarpolitische Fragen bei Öl- und Eiweißpflanzen
    zu führen.

Bezüglich der Halbzeitbilanz der Agenda 2000 und der WTO-Verhandlungen fordern die Teilnehmer einvernehmlich die Schaffung eines europäischen Sicherheitsnetzes für Ölsaaten, um gegenüber der Produktionsoffensive Nord- und Südamerikas bei Sojabohnen und der wachsenden Palmölproduktion die europäische Produktion von Öl- und Eiweißpflanzen nicht noch weiter absinken zu lassen. Das neue US-amerikanische Landwirtschaftsgesetz und das Blair-House-Abkommen für Ölsaaten müssen auf den Prüfstand der WTO-Verhandlungen gesetzt werden

Die Teilnehmer begrüßten die Aktivitäten Deutschlands bei Biodiesel und nachwachsenden Rohstoffen. Diese zeigen neue Produktions- und Absatzchancen für die europäische Landwirtschaft und vielversprechende Wege zur Verbesserung der Umwelt und des Ressourcenschutzes auf.

Bei einem Rundgang über die DLG-Feldtage auf Gut Hellkofen zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt über den hohen Stand der Rapszüchtung in Deutschland. Sowohl bei den Linien-, besonders aber bei den modernen Hybridsorten konnten deutliche Steigerungen der Hektarerträge in der Praxis erzielt werden. Deutschland liegt hierbei mit durchschnittlichen 3,7 Tonnen pro Hektar im Jahr 2001 bei Winterraps weltweit an der Spitze. Ausgefeilte Produktionstechnik und der hohe Vorfruchtwert des Rapses in der Fruchtfolge haben dazu beigetragen, dass in Deutschland entgegen dem allgemeinen Trend in Europa die Rapsfläche trotz schwieriger Rahmenbedingungen angestiegen ist.

Die einzelbetriebliche Wettbewerbsfähigkeit der Ölsaaten im Ackerbau und die Grüne Gentechnik beherrschten die zahlreichen Gespräche bei den DLG-Feldtagen.

Source: Pressemitteilung der UFOP vom 2002-06-21.

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