2 März 2009

Internationale Energie-Agentur warnt vor Ölkrise 2013

Gefahr durch sinkende Fördermengen und Reserven

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris besorgt, dass die Knappheit des Rohstoffs Öl die nächste Weltrezession um 2013 heraufbeschwören kann. Ein Grund dafür sei das Stornieren von Investitionen großer Ölkonzerne in neue Förderprojekte. Ziehe die Nachfrage 2010 wieder an, könnte der Ölpreis explodieren, die Inflation befeuern und das Weltwirtschaftswachstum gefährden.

“Uns besorgt, dass die Ölfirmen ihre Investitionen zurückfahren. Denn wenn die Nachfrage wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte”, sagte Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur, der Süddeutschen Zeitung. Die ihm vorliegenden Daten zeigten, dass die weltweiten Ölförderkapazitäten sinken und auch die Ölreserven sich bis 2013 voraussichtlich stark reduzieren werden. Je stärker die globale Ölnachfrage bei einem Aufschwung ab 2010 sein wird, desto früher könnte der Engpass eintreten und das Weltwirtschaftswachstum abwürgen. Laut IEA könnte der Ölpreis dann den Höchststand vom Sommer 2008 noch übertreffen und bis zu 200 Dollar pro Barrel erreichen.

Neben der von der IEA geforderten Wende bei der Energiepolitik und Verbesserungen bei der Energieeffizienz wird die nächste Preisexplosion bei Erdöl auch die effiziente Nutzung Nachwachsender Rohstoffe erneut noch stärker als ohnehin schon in den Mittelpunkt des Interesses rücken.

Weitere Informationen
Süddeutsche Zeitung vom 2009-02-27: Energieagentur warnt vor Engpass: Die nächste Ölkrise kommt

Source: Süddeutsche Zeitung, 2009-02-27.

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