18 Oktober 2013

Innovatives Verfahren erlaubt flexible Verwendung nachwachsender Rohstoffe im Produktionsverbund

Von BASF und TÜV SÜD entwickeltes „Mass-Balance-Verfahren“ spart fossile Ressourcen ein

Unternehmensbereich Dispersions & Pigments liefert erste Mengen von massenbilanzierten Produkten an Kunden aus.

BASF hat gemeinsam mit TÜV SÜD einen innovativen Massenbilanz-Ansatz für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe im Produktionsverbund entwickelt, der für viele Produkte unmittelbar zur Verfügung steht und Kundenwünschen flexibel angepasst werden kann. Dabei wird die Biomasse bereits bei der Herstellung von Grundprodukten in vorhandenen Anlagen als Rohstoff eingesetzt. Dieser biobasierte Anteil wird dann mit Hilfe des neuen zertifizierten Verfahrens den vorgesehenen Verkaufsprodukten auf der Grundlage ihrer jeweiligen Rezeptur zugeordnet. Die Qualität der Produkte bleibt davon unberührt.

Die auf diese Weise massenbilanzierten Produkte sparen fossile Rohstoffe ein, verringern Treibhausgasemissionen und können damit zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Dabei können bis zu 100 Prozent der fossilen Rohstoffe für ein Endprodukt ersetzt werden, das entsprechend vermarktet werden kann. Vorhandene Anlagen und Technologien entlang der Wertschöpfungskette können weiter eingesetzt werden, die Produktrezepturen der Kunden bleiben unverändert. Im Vorfeld seiner Vermarktung haben Experten der BASF und des TÜV SÜD die Möglichkeiten des Mass-Balance-Verfahrens intensiv mit Kunden, Verbänden und weiteren Stakeholdern diskutiert.

„Das neue Verfahren erlaubt es uns, schnell und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren“, sagt Dr. Lars Börger aus dem New Business Development des Unternehmensbereichs Performance Materials. „Bei der Auswahl der verwendeten Biomasse legt die BASF großen Wert auf die Wahrung von Nachhaltigkeitsaspekten.“ So werden für das Mass-Balance-Verfahren Bio-Naphtha und Biogas eingesetzt, die unter anderem aus organischen Abfällen gewonnen werden. Wie ihre petrochemischen Gegenstücke werden sie in Anlagen am Beginn des Produktionsverbunds eingespeist: Bio-Naphtha in den Steamcracker und Biogas in die Syngas-Anlage. Erste Mengen massenbilanzierter Produkte, Dispersionen für Bauklebstoffe, lieferte der Unternehmensbereich Dispersions & Pigments jetzt an einen großen Klebstoff-Kunden aus.

Während der Zusammenarbeit mit TÜV SÜD als unabhängigem Zertifizierer wurden das Mass-Balance-Verfahren und die ihm zugrunde liegende Zertifizierungsmethodik gründlich geprüft. Die Experten führten Audits in ausgewählten Betrieben der BASF in Ludwigshafen durch und machten sich mit den vorliegenden Produktrezepturen und Prozessschritten vertraut. Für 14 Produkte wurden inzwischen Zertifikate ausgestellt. Dazu gehören beispielsweise Superabsorber für Windeln, Kunststoffe für Elektronikprodukte und weitere Zwischenprodukte.

Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH verfügt über langjährige Erfahrung auf den Gebieten der Energie-Zertifizierung und der Nachhaltigkeits-Zertifizierung von Bioenergie. Die internationale Bekanntheit und ausgezeichnete Reputation von TÜV SÜD sichern eine hohe Akzeptanz der Zertifikate. Ab Ende Oktober steht das Mass-Balance-Verfahren auch Dritten zur Anwendung zur Verfügung.

Über BASF

BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation helfen wir unseren Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2012 einen Umsatz von 72,1 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN).

Source: BASF AG, Pressemitteilung, 2013-10-16.

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