19 September 2018

Innovationskraft von Start-ups, Forschungsinstituten und KMU in der Zukunft der Lebensmittel- und Biomasseproduktion

56 Referenten und Aussteller zeigen die Zukunft der Lebensmittel- und Biomasseproduktion

Sei es in der Digitalisierung in der Landwirtschaft, in städtischer Landwirtschaft, in Marikultur, in verbesserter Pflanzeneffizienz oder in der Produktion von nachhaltigem Protein, Start-ups, KMU und Forschungseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Innovationen auf den Markt zu bringen.

English version: http://news.bio-based.eu/innovation-power-of-start-ups-research-institutes-and-smes-in-the-future-of-food-and-biomass-production/

Welche Technologien stehen bereits heute zur Verfügung und wer sind wichtige Erfinder, die aktiv zur Weiterentwicklung der neun Innovationsbereiche der Lebensmittelindustrie beitragen? Auf der Konferenz „Revolution in Food and Biomass Production (REFAB)” in Köln, 1. bis 2. Oktober 2018, werden führende Gründer und Forscher ihre neuen Produkte und Entwicklungen vorstellen, um die Zukunft der Lebensmittelproduktion zu gestalten.

REFAB_icon_02Die Digitalisierung der Landwirtschaft ist einer der vielversprechendsten Bereiche, in denen die Zahl erfolgreicher Start-ups zunimmst, die mit ihren Lösungen Landwirte bei Effizienzsteigerung und dem Pflanzenschutz unterstützen. In diesem Bereich ist Indien ein gutes Beispiel für eine florierende Innovationslandschaft. Das Nimbkar Agricultural Research Institute (IN) ist ein Vertreter der digitalen Bewegung in der Landwirtschaft und wird auf der REFAB-Konferenz die Möglichkeiten dieser Technologien, mit Bezug auf die indische Landwirtschaft, vorstellen. Auch ist die Forschung Im Bereich Roboterlösungen für die Präzisionslandwirtschaft deutlich vorangekommen, was das Centre for Robotics in Industry and Intelligent Systems (CRIIS) (PT) und das EU-geförderte Projekt Flourish (CH) vorstellen werden. Schließlich bietet Meo Carbon Solutions (DE) mit ISCC-Zertifizierungssystem die erste staatlich anerkannte Zertifizierung für Nachhaltigkeit und Treibhausgaseinsparungen, welche weltweit für alle Arten von Biomasse verwendet werden kann.

REFAB_icon_03In den letzten zwei Jahrzehnten hat das Interesse an der Entwicklung von Mikroorganismen als Biostimulatoren, Biokontrollmittel oder landwirtschaftliche Probiotika rasant zugenommen. Lösungen, wie das Potenzial von Mikroorganismen für Biostimulationszwecke genutzt und auf dem Feld umgesetzt werden  können, werden von den französischen Start-ups BIOVITIS (FR) und Kapsera (FR) vorgestellt. Die Integration von Mykorrhiza- und Nanobiostimulatoren sowie Herausforderungen und Möglichkeiten arbuskulärer Mykorrhiza-Pilzanwendungen werden von dem renommierten Forschungsinstitut TERI-Deakin Nanobiotechnology Centre (IN) und dem österreichischen Start-up Evologic Technologies (AT) vorgestellt.

REFAB_icon_04Die heimische, städtische und vertikale Landwirtschaft wird eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Lebensmittelversorgung der Metropolen spielen. Während Farmers Cut (DE) und Click & Grow (EE) Lösungen für den Hausgartenbau mit vollautomatischen Anbaumethoden anbieten, trägt SPREAD (JP) zur vertikalen Landwirtschaft in Japan bei – ihre großen, vertikalen Farmen erzeugen Profit. Das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT (DE) wird ihre Ergebnisse aus dem Projekt inFARMING® vorstellen.

REFAB_icon_05LED-beleuchtete Gewächshäuser, die Entsalzung von Meerwasser (in Kombination mit Aero-, Hydro- und Aquaponik), Solartechnologien und geschlossene Biomassekreisläufe eröffnen völlig neue Bereiche für die Lebensmittelproduktion unter extremen Bedingungen. Mehrere Unternehmen vermarkten diese Systeme bereits erfolgreich, z. B. Teshuva Agricultural Projects (IL), das Sahara Forest Project (NO) und die SEKEM Development Foundation (EG), die gezeigt haben, wie Lebensmittel in der Wüste angebaut werden kann. Darüber hinaus werden die European Space Agency (NL) und die Wageningen University & Research (NL) ihre bereits erfolgreich getestete Lebensmittelproduktion für Mond und Mars vorstellen.

REFAB_icon_06Verbesserte Pflanzen sind für die zukünftige Ernährungssicherheit von großer Bedeutung, da der Klimawandel und seine Auswirkungen es für Landwirte erschweren, ihre Pflanzen vor den Folgen zu beschützen. Welche Entwicklungen gibt es im globalen, gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzenbau, wie kann eine verbesserte Photosynthese zu höherer Ernte führen und wie können GV-Methoden in der Baumzucht und der Entwicklung von Gemüse eingesetzt werden? Auf diese Fragen werden das Nova-Institut (DE), die Wageningen University & Research (NL) und SweTree Technologies (SE) Antworten geben.

REFAB_icon_07Die Proteine der Zukunft sollten geringere Klimawirkungen haben. Die Hochskalierung von nachhaltigen Insekten, Proteinen aus Sonnenlicht, künstlichem Fleisch und pflanzlichen Proteinen kann einen entscheidenden Beitrag leisten. Eine Reihe von spannenden Produkten ist bereits auf dem Markt und die Wissenschaft bereitet uns auf noch mehr vor. Auf REFAB werden Erfolgsgeschichten von zwei verschiedenen CO2-basierten Lebensmitteln (Solar Foods (FI) und Kiverdi (US)), der berühmte pflanzliche „Impossible Burger“ (The Good Food Institute (US), die zelluläre Landwirtschaft, einschließlich Fleisch aus Zellen (VTT Technical Research Centre of Finland) und die alte, bekannte Proteinquelle Insekten (Ynsect (FR), VITO (BE), KU Leuven (BE), AgriProtein (ZA)) vorgestellt.

REFAB_icon_08Der biologische Landbau und die Produktionsmethoden der Kleinbauern werden von vielen dieser neuen Entwicklungen stark profitieren, indem sie die Effizienz steigern und gleichzeitig ursprüngliche Ideale und Prinzipien respektieren. Dr. Bronner’s Magic Soaps (US), das BioInnovate Africa Programme (KE) und das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (DE) werden ihre Erfahrungen und Erkenntnisse präsentieren, wie Kleinbauern und Bio-Landbau weltweit für die Zukunft gewappnet sein können.

REFAB_icon_09Abseits der Landwirtschaft hat der Ozean noch viel mehr zu bieten als den traditionellen Fischfang, und bis heute nutzen wir nur einen Bruchteil dieses Potenzials. Neue Konzepte einer nachhaltigen Aquakultur lösen die Grenzen zwischen Land und Meer auf. Aquaponics Iberia (PT) und Smart Floating Farms (ES) entwickeln Konzepte für urbane Aquaponiksysteme, wobei letztere diese mit anderen Technologien, wie Hydroponik, Aquakultur und Solarenergie, kombinieren und als modulare, schwimmende Plattformen für die lokale Lebensmittelproduktion integrieren. Zusätzlich ist das Potenzial von Mikroalgen in Lebens- und Futtermitteln ein großes Diskussionsthema und wird von der Wageningen University & Research (NL) näher bleuchtet. Ein Beispiel für den Anbau und die Verarbeitung von Mikroalgen bis hin zur Herstellung von Lebensmitteln wird von Seakura (IL) auf der REFAB vorgestellt.

REFAB_icon_10Nicht zuletzt ermöglichen neue biotechnologische und chemische Verfahren den Bioraffinerien, Proteine, Aromen, Fasern, Chemikalien und Kunststoffe nachhaltig und effizient aus verschiedener Biomasse herzustellen. Bioraffinerien und Biotechnologie sind die Zukunft für die Herstellung solcher Produkte. Während der REFAB-Konferenz wird Godavari Biorefineries (IN) präsentieren, wie hochmoderne Technologien eingesetzt werden, um Abfallströme aus Zucker und Zuckerrohr zu nutzen und verwerten. Außerdem zeigt Phytowelt GreenTechnologies (DE), wie die Herstellung von Aromen mit biotechnologischen Methoden gelungen ist.

All diese Projekte und mehr erleben Sie auf der Konferenz „Revolution in Food and Biomass Production (REFAB)“ vom 1. bis 2. Oktober in Köln. Insgesamt 56 Referenten und Aussteller zeigen die Zukunft der Lebensmittel- und Biomasseproduktion (www.refab.info). Bereits jetzt sind 172 Teilnehmer aus 22 Ländern angemeldet.
Bronzesponsoren der Konferenz sind Dr. Bronner’s (USA) und BIOCOM AG (DE). Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (DE) unterstützt die Konferenz als Premiumpartner.

 

Pressemitteilung als PDF: 18-09-19 PM KMUs und Landwirtschaft der Zukunft

Source: nova-Institut GmbH, Pressemitteilung, 2018-09-19.

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