17 Oktober 2008

Innovationen im Bereich Weiße Biotechnologie ausgezeichnet

Holger Zinke erhält Deutschen Umweltpreis 2008

Dr. Holger Zinke, Gründer der Brain AG im hessischen Zwingenberg, wurde für seine Innovationen im Bereich Biotechnologie mit dem Deutschen Umweltpreis 2008 ausgezeichnet. Ihm gelang es mit innovativer Weißer Biotechnologie, neuartige Wirkstoffe aus der Natur bereitzustellen und mit großem Erfolg für die industrielle Produktion zu entwickeln.

Dr. Holger Zinke. © Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Dr. Holger Zinke. © Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Zinke gründete 1993 die Brain AG, deren Geschäftsführer er wurde und deren Vorstandsvorsitzender er seit 2000 ist. Das Unternehmen bietet Auftragsforschung für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie in den Bereichen Naturstoffe und proprietäre Enzyme. Insbesondere spezialisiert sich Brain auf die Untersuchung von Bodenorganismen auf ihre genetische Ausstattung und deren Nutzung für technische Zwecke als Biokatalysatoren. Zinkes Unternehmen forscht außerdem im Bereich künstlicher Kraftstoffe und entwickelt Ersatzprodukte für Plastik. Zu den Auftraggebern des Unternehmens gehören BASF, Ciba, Evonik, Genencor, Henkel, Nutrinova, Sandoz und Südzucker.

Zinke setzte sich für die Gründung mehrerer Branchenverbände ein, darunter die Vereinigung deutscher Biotechnologie-Unternehmen (VBU), deren Gründungsmitglied er 1996 war, und des BioDeutschland e.V., als Lobby-Organisationen der Branche. Er sitzt in Beiräten von Ministerien und Industrieverbänden und seit 2006 im Hochschulrat der Hochschule Mannheim.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt verlieh ihm den Deutschen Umweltpreis 2008 und würdigte, dass “der Ansatz, den Zinke und sein Team verfolgen, innovativ [sei], weil nunmehr erstmals der vollständige Werkzeugkasten der Natur für industrielle Zwecke zur Verfügung steht.” Als Beispiel wird angeführt, dass ein durch die Brain AG für Henkel entwickeltes waschaktives Enzym bei Temperaturen von 40 °C die gleiche Waschkraft erreicht, die vorher erst bei 60 °C erreicht wurde. Dadurch könnten jährlich 1,3 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid in Deutschland eingespart werden.

Weitere Informationen:

Source: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 2008-09-30 und Wikipedia, Stichwort Holger Zinke, 2008-10-17

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