4 Februar 2014

Industrielle Biotechnologie: BMEL fördert europäische Forschungsprojekte

5. gemeinsame Bekanntmachung des ERA-IB-2 mit Beteiligung BMEL über die FNR  

ERAIBIm Rahmen des ERA-IB-2 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) wieder deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen in länderübergreifenden Projekten zu Industrieller Biotechnologie. Bis zum 31. März 2014 können Projektskizzen eingereicht werden.

Industrielle Biotechnologie (IB) umfasst die Anwendung der Biotechnologie zur umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung von Chemikalien, Pharmaka und Materialien. Sie wird auch als „Weiße Biotechnologie” bezeichnet, um ihre Rolle für eine nachhaltige industrielle Produktion herauszustellen.

Zur stärkeren Etablierung industrieller Biotechnologien in Europa haben Forschungsförderer aus dreizehn EU- und assoziierten Ländern von Norwegen bis zur Türkei und von Portugal bis Russland im Rahmen des ERA-NETs „ERA-IB-2“ (www.era-ib.net) eine gemeinsame Initiative für transnationale Forschungsprojekte gestartet. Zusätzlich verstärkt wird diese Bekanntmachung von einigen Förderorganisationen des ERA-Nets „EuroTransBio“, die sich an der ERA-IB-Bekanntmachung beteiligen und z.B. Forscher in Österreich und Finnland fördern. Die FNR nimmt mit dem BMEL-Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ teil. Aus Deutschland beteiligt sich weiterhin das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem entsprechenden Förderprogramm an der Bekanntmachung.

Der Aufruf konzentriert sich auf industrierelevante F&E-Vorhaben zum Beispiel zur Konversion industrieller Nebenprodukte und Biomasse zu höherwertigen Produkten, Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produktionsprozesse (unter Einsatz von Enzymen, Mikroorganismen, zellfreier Biosynthesesysteme), Prozessentwicklungen zur Intensivierung und/oder Integration in existierende Industrieprozesse (optimierte Downstream-Prozesse, Prozessdesign, Scale-up-Strategien), Entwicklung neuer funktionaler Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oder innovative fermentative/biokatalytische Herstellungsverfahren für Plattformchemikalien (Bio-Monomere, Oligomere, Polymere) aus nachwachsenden Rohstoffen. Eine vollständige Themenbeschreibung sowie Details zur Antragstellung finden sich im offiziellen Text des Aufrufes, der unter www.era-ib.net abgerufen werden kann.

Bis zum 31. März 2014 können Forschungseinrichtungen und Unternehmen entsprechende Projektskizzen bei dem zentralen Call-Sekretariat einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens drei der an dem Aufruf beteiligten Länder kooperieren. Zusätzlich können sich auch Partner aus anderen Ländern beteiligen.

Aufgrund von Änderungen bei der Antragstellung wird den deutschen Antragstellern dringend empfohlen, die Hinweise im Annex des Call-Textes („German National Annex“) zu beachten. Für Antragsteller, die über die FNR gefördert werden, gelten alle Förderbedingungen des BMEL-Programms „Nachwachsende Rohstoffe“.

Alle Anträge werden von einer internationalen Expertenrunde bewertet.

Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus dem Aufruf hervor. Ansprechpartnerin bei der FNR ist Tina Hausmann (t.hausmann(bei)fnr.de).

Die Projekte mit einer Laufzeit bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich Anfang 2015.

Über das im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union geförderte Netzwerk ERA-IB-2 koordinieren 18 regionale und nationale Projektträger und Ministerien aus 14 Ländern ihre F&E-Bemühungen im Bereich industrieller Biotechnologie.

Source: Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V., Pressemitteilung, 2014-02-03.

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