19 Dezember 2006

In Berlin wird das Brennholz knapper und teurer

Große Nachfrage führt zu Engpässen auf dem Markt

Schlechte Nachrichten für Berliner Kaminbesitzer und Holz-Heizer: das Holz wird knapp, die Preise steigen. Die Holzknappheit hat mit einer stark gestiegenen Nachfrage zu tun. “Der Trend geht zum Cocooning, zur gemütlichen Einrichtung der eigenen vier Wände. Dazu gehört für viele ein Kaminofen”, sagt Johanna Meessen, Sprecherin der Baumarktkette Obi.

Außerdem haben viele Berliner aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf Holz umgestellt und sich einen Pellet-Ofen angeschafft. Bis Mitte 2006 war das Heizen mit diesen kleinen Holz-Plättchen rund 40 Prozent günstiger als die herkömmliche Ölheizung. Es wurden so viele Pellet-Öfen gekauft, dass die Hersteller mit der Produktion gar nicht mehr nachkamen. Die gestiegenen Verkaufszahlen sind auch auf die Zuschüsse des Bundes zurückzuführen, der jeden Ofen mit 1.200 Euro bezuschusst hat. Diese Förderung endet mit diesem Jahr.

Die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff Holz, im Vergleich fum fossilen Energieträger Öl, hat den Preis in die Höhe steigen lassen, sodass der Preisvorsprung gegenüber dem Öl deutlich gesunken ist. Trotzdem gibt es für die Berliner Holz-Heizer noch ein Funken Hoffnung. Holz-Händler Frithjof Engelke prophezeit: “Im nächsten Jahr werden sich die Preise wieder deutlich verschieben, und zwar zugunsten der Holz-Heizung.”

Wer solange nicht warten will, kann selbst in den Wald gehen, um sein Brennholz zu schlagen. Das ist durchaus legal, wenn es in Rücksprache mit einem der vier Berliner Forstämter erfolgt. Die Forstamtsleiter weisen den Hobby-Holzfällern ein bestimmtes Gebiet und eine maximal zu schlagende Holzmenge zu. Für den Einsatz der Motor-Säge wird seit Oktober der Nachweis eines entsprechenden Lehrgangs benötigt, den die Forstämter anbieten: www.motorsaegenkurs.de.

(Vgl. Meldungen vom 2006-12-13, 2006-11-02, 2006-10-20, 2006-09-19, 2006-09-21, 2006-11-15 und 2006-12-19.)

Source: Infoholz vom 2006-12-19.

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