31 März 2005

Im Wald wächst Wärme: Holz statt Öl

Nach Information des Holzabsatzfonds hat Deutschland mit 3,4 Milliarden Kubikmetern die größten nutzbaren Holzvorräte in Europa – mehr als die klassischen Holzländer in Skandinavien. Mit dieser gigantischen Menge ließe sich, nach Berechnungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, ein massiver Holzturm von drei mal drei Metern Grundfläche bis zum Mond bauen.

Grund für die große Menge nutzbarer Holzvorräte ist die nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung der deutschen Waldfläche. ln den alten Bundesländern konnte die Fläche seit 1987 um jährlich 3.500 Hektar wachsen. Das waren bis zum Jahr 2002 insgesamt 52.500 Hektar. Gleichzeitig sind die Holzvorräte auf 320 Kubikmeter pro Hektar angestiegen. Jährlich wachsen ca. 80 Millionen Kubikmeter Holz heran, das industriell verwendet werden kann. Tatsächlich werden derzeit jedoch nur rund 50 Millionen Kubikmeter genutzt. “Das ist ein ökologisches und ökonomisches Potenzial, das es zu erschließen und nutzen gilt”, so Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds in Bonn. Außerdem trägt eine stärkere Holzverwendung zu einer Verjüngung des Waldes bei. Jüngere Bäume speichern durch ihre hohe Wuchsdynamik mehr CO2, als alte Bäume und leisten daher einen außerordentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Holz wird zum Beispiel über Pellets mehr und mehr als Brennstoff genutzt. Die Grafik zeigt den Anstieg der Anzahl der Pelletsheizungen in Deutschland zwischen 1999 und 2004. Ende letzten Jahres wurden in Deutschland 26.000 Öfen mit dem neuen Brennstoff beheizt.

Grafik


(Vgl. Meldung vom 2005-03-02.)

Source: www.sonnenseite.com vom 2005-03-30.

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