29 Juni 2004

Im Test: Korkparkett für Kinderzimmer?

Ist Kork als Fußboden fürs Kinderzimmer geeignet? Diese Frage stellen viele Eltern immer wieder der ÖKO-TEST-Verbraucherberatung. Ein aktueller Test gibt eine klare Antwort: Die Natur-Parkett-Ware ist überwiegend schadstoffarm. Nur die technische Qualität der Fliesen lässt zu wünschen übrig.
 
Im Internet werden Erfahrungen ausgetauscht: So empfiehlt Sabine Hobitzker den Korkbelag aufs Wärmste. Sowohl die frühere Wohnung wie auch das jetzige Eigenheim hat die Familie mit Kork ausgestattet: “Ich finde Kork besser als Parkett. Kork ist super fußwarm, wir sind Sockenläufer und haben nie kalte Füße. Und strapazierfähig ist er auch. Wir sind jedenfalls volle Korkfans.”

Kork ist also nicht nur ein Thema für die Genießer guter Weine. Auch wenn für diesen Zweck der größte Teil dieses nachwachsenden Rohstoffes aus der Rinde der Korkeiche verbraucht wird. Die hochwertigen Wein- und Sektkorken sind aus einem Stück gestanzt, andere geschreddert, gepresst und geklebt – ähnlich wie die Korkbodenbeläge. Korkfliesen, auch Korkparkett genannt, werden mit Hilfe eines Bindemittels – Phenol, Polyurethan oder Cardol – aus Kork gepresst.

Wem die einfachen naturfarbenen Platten zu langweilig sind, der findet auch gefärbte Oberflächen sowie Fliesen mit dekorativen Furnierschichten, zum Beispiel mit einer lebhaften Rindenstruktur oder gar mit Ornamenten.

Das Korkparkett muss mit dem Untergrund verklebt werden. Die unbehandelten Platten erhalten ihr letztes Finish erst nach dem Verlegen, sie werden geölt oder gewachst beziehungsweise versiegelt. Falls sie nicht ganz eben sind, müssen sie zuvor geschliffen werden. Es gibt aber auch schon fertig behandelte Fliesen.

Eine größere Verbreitung als das Korkparkett hat das Korkfertigparkett, bei dem die Korkschicht ebenso wie beim Holzfertigparkett auf eine Trägerschicht aufgebracht ist. Dass gewisse Qualitätsstandards eingehalten werden, dafür soll das Kork-Logo des Deutschen Korkverbandes bürgen. Es beinhaltet eine chemische und eine technologische Prüfung.

ÖKO-TEST wollte wissen, ob Korkparkett wirklich unbedenklich und gleichzeitig auch robust ist und kaufte zwölf naturbelassene Beläge ein, davon zwei mit einer Furnierschicht versehen. Sie haben das Format 30 x 30 oder 60 x 30 Zentimeter bei vier Millimetern Dicke.

Das Deutsche Teppich-Forschungsinstitut (TFI), das den Praxistest durchführte, ist auf die Prüfung von verschiedenen Bodenbelägen spezialisiert. Die Fachleute legten die Norm EN 12104 “Presskorkplatten” zugrunde, in der die Parameter für die technologischen Prüfungen und die Normen, nach deren Bedingungen die Tests durchgeführt werden, festgelegt sind.

Im Praxistest, bei dem die Qualität der Presskorkplatten nach verschiedenen, genormten Kriterien überprüft wurde, zeigten alle Korkfliesen Mängel. Siebenmal konnte aber noch ein “gut” vergeben werden. Das Ziro-Korkparkett Domicil war hier nur “ausreichend”, das Roma Korkparkett, Art. 11963 sogar nur “mangelhaft”.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Juli-Ausgabe von Öko-Test oder unter www.oekotest.de

Source: eco-info.de vom 2004-06-29.

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