18 April 2002

ifo-Studie zur Biodieselproduktion – “Steuerausfall” wird erheblich kompensiert

Aus Anlass der kürzlich vom ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, München, veröffentlichten Studie “zur gesamtwirtschaftlichen Bewertung des Rapsanbaus zur Biodieselproduktion in Deutschland” erklärte der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Dr. Klaus Kliem, die Studie des ifo-Institutes belege das enorme Wertschöpfungspotenzial der heimischen Energiepflanzenproduktion aus Biomasse am Beispiel Raps zur Herstellung von Biodiesel. Die Studie komme zu dem Ergebnis, dass durch die Wertschöpfungs- und Multiplikatoreneffekte vor allem auf der Stufe der Rohstoffproduktion und der Verarbeitung die ermittelten Wertschöpfungseffekte nicht nur zu einer erheblichen Kompensation des oftmals diskutierten und kritisierten Einnahmeausfalls bei der “Mineralölsteuer” führen. Gleichzeitig werde ein erheblicher Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum geleistet.

Am Beispiel von Biodiesel werde einmal mehr deutlich, dass das Produktionspotenzial für die Energieerzeugung aus heimischer Biomasse ein zunehmend wichtigeres Standbein für die Landwirtschaft darstelle, angesichts der enormen Herausforderungen bzw. dem Anpassungsdruck, dem sich die landwirtschaftlichen Betriebe im Bereich der Lebensmittelproduktion stellen müssen. Unter Hinweis auf die aktuelle Diskussion des midterm-review, der Fortsetzung der Agrarpolitik nach 2006 sowie der EU-Osterweiterung, forderte Dr. Kliem, dass die Initiative der EU-Kommission zur Förderung von Biokraftstoffen von den Mitgliedsstaaten konstruktiv begleitet werden müsse, damit möglichst schnell nachhaltige Rahmenbedingungen für Investitionssicherheit geschaffen werden. Deutschland habe sich im Bereich der Biodiesel- bzw. Pflanzenölproduktion zur Kraftstoffnutzung einen internationalen Vorsprung sowohl in der Anwendung als auch in der Verfahrenstechnologie erarbeitet. Dieser dürfe gerade jetzt nicht auf’s Spiel gesetzt werden.

Source: Pressemitteilung der UFOP vom 2002-04-18.

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