1 August 2006

Holzpreise steigen

Im laufenden Jahr sind nach Aussage des baden-württembergischen Ministers für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, erstmals wieder Holzpreise erzielt worden, die fast das Niveau erreichten wie vor dem Orkan Lothar im Jahr 1999. Auf Grund der steigenden Nachfrage nach Bauholz sind auch die Preise für Rundholz gestiegen”, so der Forstminister.

Die Hauptabsatzmärkte neben dem Binnenmarkt lägen dabei vor allem in den USA, Nordafrika und in dem arabischem Raum. Der Binnenmarkt profitiere derzeit stark von der Konjunktur im Baubereich und der damit verbundenen gestiegenen Nachfrage von Holz als Baustoff. “Das Bauen mit Holz hat sich etabliert. Holz kann für alle Bauaufgaben geeignete Lösungen bieten”, betonte der Minister.

“Der Sturm Lothar im Jahr 1999 brachte das Preisgefüge der süddeutschen Forst- und Holzwirtschaft erheblich ins Wanken: Während die Preise für Fichtenstammholz unmittelbar vor dem Sturm umgerechnet bis zu 85 Euro pro Kubikmeter betragen haben, sind die Preise praktisch über Nacht bis zu 40 Euro pro Kubikmeter gefallen”, so der Minister. Nach dem Sturm Lothar hätten sich die Preise im Laufe der Jahre nur langsam erholt. Als Ursache nannte Hauk die großen Mengen an Sturm- und Borkenkäferholz, aber auch die damals eher schwache Baukonjunktur.

Im vergangenen Jahr sei mit über 20 Millionen Kubikmetern Nadelschnittholz in Deutschland soviel produziert worden wie nie zuvor. Gleichzeitig stiegen die Rundholzpreise innerhalb eines Jahres um etwa neun Prozent. Fichtenstammholz kostet nun deutlich über 70 Euro pro Kubikmeter. “Rund– und Schnittholz werden weltweit gehandelt und der Markt ist daher von vielen Faktoren abhängig. Trotzdem gibt der derzeitige Aufwärtstrend den Waldbesitzern endlich wieder eine Perspektive für eine positive betriebswirtschaftliche Entwicklung der Forstbetriebe”, sagte Hauk.

(Vgl. Meldung vom 2006-06-21.)

Source: dlz-agrarmagazin vom 2006-08-01.

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