6 Dezember 2006

Holzmobilisierung gewinnt an Fahrt

Paziorek sieht Erfolge bei der Holzmobilisierung im Rahmen der Charta für Holz

“Die Nachfrage nach Holz hat sich stark erhöht, daher ist es folgerichtig, dass bei der Umsetzung der Charta für Holz neben der Steigerung der Holzverwendung und dem Ausbau von Forschung und Entwicklung die verstärkte Mobilisierung von Waldholz und die Optimierung der Logistik im Vordergrund stehen müssen”, so der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Paziorek im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Projektförderung der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe wurde deshalb um den Förderschwerpunkt “Stoffliche Holznutzung” erweitert. Ein wichtiges Ziel in diesem Bereich ist die verstärkte Holzmobilisierung. Es laufen bereits Erfolg versprechende Projekte: Zum Beispiel ein Projekt der Universität Göttingen mit dem verschiedene Fahrwerke von Forstmaschinen in stark geneigtem Gelände untersucht werden. Dabei sollen die Grenzbereiche bestimmt werden, bis zu denen der Maschineneinsatz sicher, Boden schonend und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Damit wird es möglich, eine hoch mechanisierte Holzernte in Hanglagen durchzuführen, wo vorher nur eine manuelle Aufarbeitung durch die Forstwirte möglich war. Ein weiteres Projekt zielt auf die Holzmobilisierung durch Forstbetriebsgemeinschaften. Hier hat ein forstliches Dienstleistungsbüro in Freiburg mit der Erarbeitung eines neuartigen Coaching-Konzepts für Führungskräfte in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen einen Erfolg versprechenden Ansatz erarbeitet. Weitere Projekte werden von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe geprüft.

Weiterhin hat das BMELV das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik in Groß-Umstadt mit der Ausrichtung eines Workshops im Frühjahr 2007 beauftragt, der sich insbesondere auf die eingesetzte Forsttechnik, die Arbeitsabläufe und -verfahren bei der Holzernte bezieht.

2007 sollen die Ergebnisse der bundesweiten Clusterstudie der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft vorliegen. Teile dieser Studie befassen sich mit der Einschätzung der tatsächlich für den Markt erschließbaren Holzmengen. Dabei sollen die Bereitschaft der Waldbesitzer zur Holznutzung ermittelt und in Fallstudien politische, organisatorische und waldbauliche Ansatzpunkte für eine stärkere Holzmobilisierung aufgezeigt werden.

Ab dem Jahr 2007 werden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes Mobilisierungsprämien für verstärkte Holznutzungen der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse bereitgestellt. Dieses Instrument wird an bestimmte Effizienzkriterien gekoppelt sein und so nachhaltig die überbetriebliche Holzvermarktung ankurbeln. Zusammen mit einer breiten Palette weiterer Maßnahmen der Wirtschaft und Verbände sind damit wichtige Verbesserungen für eine verstärkte Holzbereitstellung auf den Weg gebracht.

Source: BMELV-Pressemeldung Nr. 170 vom 2006-12-05.

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