16 März 2007

Holzindustrie beklagt Pläne der EU zur Energiegewinnung aus Biomasse

Der Plan der Europäischen Kommission, die Energiegewinnung aus Biomasse bis zum Jahr 2010 nahezu zu verdoppeln, gefährdet nach Ansicht der Verbände der Holz verarbeitenden Industrie Arbeitsplätze in der deutschen Holzwerkstoff- und Möbelproduktion. Von den Verbänden hieß es, die EU-Kommission plane europaweit mit einem zu hohen Holzaufkommen.

Wie der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) und der Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH) mitteilen, gehe der Biomasse-Aktionsplan der EU von zu günstigen Voraussetzungen aus. Ohnehin werde immer mehr Holz als Brennstoff genutzt. Dies habe zu höheren Preisen im Industrieholzbereich geführt.

Bis 2010 will die Europäische Kommission den Beitrag der Biomasse zur Energieversorgung von umgerechnet 69 Millionen Tonnen Rohöleinheiten pro Jahr auf etwa 150 Millionen Tonnen erhöhen. Zur Erschließung weiterer Energieholzressourcen schlägt die Holzindustrie unter anderem vor, künftig auch Derbholz mit einem Durchmesser von weniger als sieben Zentimetern sowie die großen Restholzmengen aus der Landschaftspflege als Biomasse zu verwerten. Auch eigens angelegte Energieholzplantagen könnten zur Versorgung beitragen.

Die gemeinsame Presseerklärung des Hauptverbandes der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH) und des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) steht hier (PDF-Dokument) zur Verfügung.

(Vgl. Meldungen vom 2007-02-21 und 2007-01-25.)

Source: Infoholz, 2007-03-09.

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