28 Juli 2009

Holzabsatzförderung: Übergangsphase gesichert

Auch Holzwerkstoff-, Zellstoff- und Papierindustrie, Handwerk und Energiebranche beteiligt

Die Zukunft der zentralen Holzabsatzförderung wurde am 22.07.2009 auf einer erweiterten Sitzung der Plattform Forst & Holz in Frankfurt am Main beschlossen. “Es ist uns sehr wichtig, dass wir eine schnelle Lösung für eine Übergangsphase gefunden haben, die die gesamte Branche der Forst- und Holzwirtschaft einbezieht”, so Dr. Wilhelm Vorher, Sprecher der Plattform Forst & Holz. “Wir haben uns nicht an den alten Strukturen und Finanzströmen des Holzabsatzfonds orientiert, sondern die teilnehmenden Branchen um die Holzwerkstoffindustrie, sowie die Zellstoff und Papierindustrie, das Handwerk und die Energiebranche erweitert”, so Vorher nach der Plattformsitzung.

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) wird das Projekt “Zentrale Holzabsatzförderung” leiten. In diesem Projekt werden die “Neue Organisationsform der Holzabsatzförderung” erarbeitet und Kernaufgaben der Holzabsatzförderung für die nächsten Monate sichergestellt. “Wir werden am 01.01.2010 mit einer neuen Organisation starten. Es ist wichtig, dass wir den Mitbewerbern Beton, Stahl, Kunststoff und Aluminium keine Atempause gewähren, sondern sofort mit der Holzabsatzförderung weiter machen”, so DFWR-Präsident Georg Schirmbeck, MdB. Für die Bundesländer als Eigentümer von 30% der Waldfläche in Deutschland hat die Förderung des Holzabsatzes einen hohen politischen Stellenwert für die Erzielung von Einnahmen, die Stärkung ländlicher Räume und den Klimaschutz. Deswegen ist das Ergebnis nach Einschätzung von Ministerialdirigent Carsten Wilke, Chef der Hessischen Landesforstverwaltung, für die Länder von großer Wichtigkeit.

Die Finanzmittel für die Übergangsphase und zum Aufbau der neuen Organisation werden durch eine Projektfinanzierung getragen. Partner des Projektes “Zentrale Holzabsatzförderung” sind mit jeweils 500.000 Euro der Bund vertreten durch das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), die Bundesländer und die private Wirtschaft (privater Waldbesitz, Holz- und Papierwirtschaft). “Mit diesen 1,5 Mio. Euro können wir die neue Struktur aufbauen und gleichzeitig Basisleistungen der Absatzförderung sicherstellen”, so Schirmbeck.

Der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) Ulrich Huth betont, “dass erstmalig die gesamte Holzwirtschaft mit Industrie, Handel und Handwerk in die Absatzförderung einbezogen wird. Die Leistungen der neuen Organisation werden klar auf die Wünsche der einzahlenden Branchen abgestimmt.” Mit Hilfe von Branchengesprächen wurde der Bedarf an einer zentralen Holzabsatzförderung zusammengestellt. Die dauerhafte und ausreichende Finanzierung der neuen Organisation wird in dem Projekt bis zum Ende des Jahres erarbeitet und zusammen mit den Vertretern des Waldbesitzes und der Holzwirtschaft abgestimmt. “Wichtig ist, dass wir eine kontinuierliche Finanzierung sicherstellen, die in ihrer Summe die Wirksamkeit und dauerhafte Präsenz einer zentralen Holzabsatzförderung ermöglicht”, so Ulrich Huth.

Source: Holz.net, 2009-07-23.

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