16 Juni 2006

Holz – wesentlicher Baustein der zukünftigen Energie-Strategie

Waldbesitzer-Position zur Holzenergie

Die Bemühungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes haben schon vor Jahren ein zunehmendes Interesse an den erneuerbaren Energieträgern geweckt. Einen spürbaren Impuls für eine verstärkte Nutzung von Bioenergieträgern hat es jedoch erst vor einigen Monaten durch die steigenden Preise und die als unsicher empfundene Versorgungslage bei den fossilen Energieträgern gegeben. Die Forstbetriebe stellen seitdem eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Energieholz bei gleichzeitig steigenden Preisen fest.

Dazu hat der Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) aktuell ein Positionspapier verabschiedet. Darin bewertet die AGDW die Entwicklung auf dem Energieholz-Sektor positiv und begrüßt die steigende Nachfrage nach dem nachwachsenden Rohstoff und Energieträger Holz.

Die verstärkte Mobilisierung und Holznutzung stelle einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erfüllung der CO2-Reduktionsverpflichtungen der Bundesregierung dar. Außerdem trage sie zur Sicherung der eigenen Versorgung mit inländischen Rohstoffen, Energie- und Wärmeträgern bei, die unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien erzeugt wurden. Schließlich biete der Energieholzmarkt den Forstbetrieben breitere Möglichkeiten zur Vermarktung ihrer Produkte und sichere damit die Pflege der Wälder.

Um die steigende Nachfrage nach Energieholz zu befriedigen und gleichzeitig die sich abzeichnenden Engpässe bei der Versorgung der bisherigen Abnehmer aus dem Bereich der stofflichen Nutzung zu vermeiden, setzt sich die AGDW für eine Erweiterung der Rohstoffbasis ein, indem

1. die bestehenden Rohholzpotenziale der Wälder durch gezieltes Vorratsmanagement und neue Nutzungsstrategien besser als bisher ausgeschöpft,

2. bisher ungenutzte Hölzer als Energieholzsortimente auf dem Markt angeboten, und

3. die Möglichkeiten der Anlage von Energieholzplantagen auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen geprüft und erschlossen werden.

(Vgl. Meldung vom 2006-06-09.)

Source: AGDW-Pressemeldung vom 2006-05-10.

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